Freitag, 03. Dezember 2021

Obama will US-Atomarsenal deutlich reduzieren

19. Juni 2013 | Kategorie: Nachrichten

 

Bei Rekordtemperaturen hielt es Obama in seinem Jacket nicht mehr aus. Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin – US-Präsident Barack Obama hat in seiner mit Spannung erwarteten Grundsatzrede angekündigt, die strategischen Atomwaffen der USA um ein Drittel reduzieren zu wollen.

„Wir sind Weltbürger und unsere Zukunft ist enger miteinander verknüpft denn je. Solange es Atomwaffen gibt, sind wir nicht sicher“, sagte der US-Präsident vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Obama warb für eine stärkere Zusammenarbeit für Freiheit und Sicherheit. „Die Regierung steht im Dienste der Menschen, nicht umgekehrt“, betonte der US-Präsident und erinnerte an Martin Luther Kings Credo: „Die Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort ist eine Bedrohung für die Gerechtigkeit an allen Orten.“

2016 soll es laut Obama einen Atom-Gipfel geben, der einen internationalen Rahmen für die friedliche Nutzung der Kernkraft schafft. Obama erinnerte in seiner knapp 30-minütigen Rede auch an den Bau der Berliner Mauer: „Keine Mauer kann dem Drang nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit standhalten.“

Zum Ende seiner Rede verabschiedete sich Obama auf Deutsch mit den Worten: „Vielen Dank“. Vor über 4.500 geladenen und in der Hitze ausharrenden Gästen hatten zuvor Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen, ehe Obama mit seiner Rede begann. Kurz nach Beginn der Rede brach Obama mit dem Protokoll und zog wegen der Hitze sein Jackett aus. „Ich fühle mich so wohl hier, dass ich mein Jackett ausziehe. Und Sie können das auch tun. Wir können unter Freunden ein bisschen informeller sein.“

Der US-Präsident stellte zu Beginn seiner Rede heraus, dass Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg eine Insel der Demokratie geschaffen habe. Zudem erinnerte Obama an die „Helden des 17. Juni“ und beschwor den Willen zur Freiheit: „Als Amerikaner sind wir davon überzeugt, dass alle Menschen gleich geschaffen sind, mit dem Recht auf Freiheit und auf das Streben nach Glück“, so Obama.

Überdies erinnerte der US-Präsident an die Rede von John F. Kennedy, der vor gut 50 Jahren in Berlin gesprochen hatte. Seine Worten seien zeitlos, betonte Obama. (dts Nachrichtenagentur)

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