Johannesburg – In Südafrika haben am Dienstag zehntausende Menschen, darunter auch rund 90 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt, bei einer Gedenkfeier im WM-Stadion von Johannesburg Abschied von Nelson Mandela genommen.
US-Präsident Barack Obama würdigte den südafrikanischen Freiheitskämpfer in seiner Rede als den letzten großen Freiheitskämpfer des 20. Jahrhunderts. Ihm sei es zu verdanken, dass sich die Südafrikaner miteinander versöhnt hätten. Zudem sei er eine Inspiration für Millionen Menschen in aller Welt. Die politische Leistung Mandelas stellte Obama schließlich in eine Reihe mit den Verdiensten von Mahatma Ghandi, Abraham Lincoln und Martin Luther King.
Die Gedenkfeier hatte am späten Dienstagvormittag begonnen und dauerte etwa vier Stunden. Neben dem US-Präsidenten sprachen unter anderem auch UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, Indiens Präsident Pranab Mukherjee, der kubanische Präsident Raul Castro sowie der amtierende Präsident Südafrikas Jacob Zuma. Dieser war zu Beginn seiner Rede zunächst ausgebuht worden.
Für Aufsehen sorgte zudem eine Episode am Rande der Veranstaltung, als Obama dem kubanischen Präsidenten Castro die Hand schüttelte. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind seit Jahrzehnten angespannt.
Im Laufe der Woche sind in Südafrika weitere Gedenkveranstaltungen zu Ehren Mandelas geplant. Ab Mittwoch soll sein Leichnam in Pretoria aufgebahrt und täglich durch die Stadt gefahren werden.
Die Beerdigung soll am kommenden Sonntag erfolgen. Mandela war am vergangenen Donnerstag im Alter von 95 Jahren gestorben. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter im Kampf gegen die weltweite Unterdrückung der Schwarzen und trug entscheidend zum Ende des Apartheid-Regimes in Südafrika bei. (dts Nachrichtenagentur)

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