Montag, 16. September 2019

NRW: Restabfälle müssen künftig im Land entsorgt werden: Lösung auf Landau übertragbar

17. Oktober 2013 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Landau, Regional

 

Das Müllheizkraftwerk in Pirmasens. Interessierte können im November an einer Besichtigung teilnehmen.
Foto: red

Landau. Die Stadt Landau und der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) schauen mit Interesse auf den neuen Abfallwirtschaftsplan Nordrhein-Westfalens (NRW): Zentrales Ziel des Landes ist es, eine regionale Entsorgungsautarkie zu schaffen und alle im Land anfallenden Restabfälle auch im Land selbst zu entsorgen.

Dafür schafft NRW eigenständige Entsorgungsregionen. Innerhalb dieser Regionen wird den Kommunen dann eine regionale Wahlmöglichkeit der Müllverbrennungsanlagen ermöglicht. „Wir können uns dieses Modell sehr gut auch für Rheinland-Pfalz vorstellen“, sagt Thomas Hirsch, Landauer Bürgermeister und Verwaltungsratsvorsitzender des EWL, „eine solche Forderung haben wir bereits mit unserer Rückmeldung zum Entwurf des neuen Abfallwirtschaftsplans verbunden.“

Die Lösung von NRW konkretisiere und stärke das von der Europäischen Union geforderte Prinzip der Nähe und vermeide unkontrollierten Mülltourismus, betont Thomas Hirsch. Für EWL-Vorstand Bernhard Eck würde eine solche Lösung auch die für die Wirtschaftlichkeit des Müllheizkraftwerks Pirmasens (MHKW Pirmasens) dringend erforderliche  Planungssicherheit bringen.

Feste Entsorgungsgebiete für stabile Gebühren 
„Wir waren mit dem Entwurf des Landes in den meisten Punkten einig. Die Werte wie Einwohnerentwicklung und Zielzahlen für Restabfälle sind plausibel und nachvollziehbar“, fasst Bernhard Eck noch einmal zusammen und fügt an: „Was Rheinland-Pfalz aber unserer Meinung nach dringend festlegen muss, sind verbindliche Entsorgungsbezirke. Entsorgungsbetriebe und Kommunen brauchen Verlässlichkeit.“

Nur wenn die Kosten planbar seien, könnten auch die Gebühren über einen langen Zeitraum stabil gehalten werden, meint er. Seiner Auffassung nach sollten alle umliegenden Gebietskörperschaften ihre Restabfälle in Pirmasens anliefern, sobald deren Entsorgungsverträge enden. Das sei für einen wirtschaftlichen Betrieb des MHKW Pirmasens unabdingbar, erläutert Thomas Hirsch.

Nur mit der Festlegung von Entsorgungsbezirken kann die autarke Restabfallentsorgung mit hohem Umweltstandard bei gleichzeitig Nutzung des vorhandenen Energiepotentiales über das Jahr 2024 hinaus in Rheinland-Pfalz  gesichert werden.

Ansonsten ist zu befürchten, dass das MHKW Pirmasens im Jahr 2024 geschlossen werden muss.Mit dem EWL zum Müllheizkraftwerk

Aktion in der Woche der Abfallvermeidung

Um den sparsamen und nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen geht es in der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“. Vom 16. bis 24. November 2013 zeigen Aktionen europaweit, wie jeder seine persönliche Abfallbilanz zu Hause und bei der Arbeit verbessern kann. Der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) lädt in der Aktionswoche zur Besichtigung des Müllheizkraftwerks in Pirmasens ein. Sie findet am Donnerstag, 21. November 2013, statt.

Der Bus fährt um 8:15 Uhr am EWL-Bauhof in der Albert-Einstein-Straße 18 ab. Er bringt die angemeldeten Bürgerinnen und Bürger zum Pirmasenser Staffelberg. Im Müllheizkraftwerk gibt es zuerst Informationen über das seit Juli 1998 betriebene Müllheizkraftwerk. Anschließend führen erfahrene Mitarbeiter die Besucher durch das Werk. Der EWL bittet die Teilnehmer, feste Schuhe ohne Absätze anzuziehen, da der Weg auch über Gitterroste führt. Gegen 12:00 Uhr geht es mit dem Bus zurück nach Landau. Dort bietet der EWL anschließend noch eine Führung durch Bauhof an. (red)

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