Germersheim – Am 2. Dezember hat Landrat Dr. Fritz Brechtel das neue Amphibienfahrzeug für den Katastrophenschutz mit Vertretern der Protection Civil du Bas-Rhin, des Landes und des THW offiziell in Dienst gestellt.
Es sei eine wichtige Ergänzung im Katastrophenschutz, sagte Brechtel.
Am Rhein mit dabei waren auch Paul Francheterre, Präsident der Fédération Nationale Protection Civile Frankreich, Yves Francois Präsident der Protection Civile Straßburg, Rémi Bertrand, Präsident des Eurodistrikt PAMINA und Vizepräsident des Départements du Bas-Rhin, Staatssekretär Andy Becht, der Präsidenten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerks, Albrecht Broemme, und der Ortsbeauftragte des THW Germersheim, Uwe Keller.
Das Amphibienfahrzeug ist ein weiteres Element zum Schutz bei Hochwasser, sowohl für die deutsche und die französische Bevölkerung. Das Fahrzeug eignet sich überall dort, wo bei Überschwemmungen Mehrzweckboote, Pontons, schwimmende Arbeitsplattformen oder Lastwagen Schwierigkeiten haben, durchzukommen.
Der Landkreis Germersheim und die Protection Civil schulen deutsch-französische Besatzungen und erstellen gemeinsame Einsatz- und Alarmpläne. „Ziel ist es, dass gemischte Mannschaften aus deutschen und französischen Katastrophenschutzhelfern, Hilfeeinsätze gemeinsam übernehmen und abarbeiten können. Hochwasser macht an Ländergrenzen schließlich keinen Halt“, so Brechtel.

Unterzeichnung: Yves Francois, Albrecht Broemme, Fritz Brechtel, Remi Bertrand, Andy Becht.
Foto: Christopher Sohn
Das Fahrzeug alleine kostet rund 200.000 Euro. Insgesamt fallen für das Projekt „Verbesserung des grenzüberschreitenden Katastrophenschutzes durch die gemeinsame Beschaffung und Nutzung eines amphibischen Mehrzweckfahrzeugs“ rund 300.000 Euro an. Brechtel dankte in diesem Zusammenhang dem Eurodistrikt Pamina für die Unterstützung beim Erstellen des Antrags.
60 Prozent der geplanten Kosten, circa 178.000 Euro, werden durch EU-Fördermittel (Interreg V A, EFRE, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) finanziert, der Landkreis Germersheim zahlt 72.000 Euro, das THW Bund 40.000 Euro, das Departement du Bas-Rhin 5.000 Euro und die Protection Civile Straßburg 2.100 Euro.
Den Förderbescheid überbrachte Staatssekretär Andy Becht (FDP) vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau.
„Das ist gut investiertes Geld“, sagte Becht. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit werde damit zur Realität: „Europäer lernen sich staatenübergreifend kennen, gehen Herausforderungen gemeinsam an und bauen bürokratische Hürden ab – in der heutigen Zeit ein wichtiger Beitrag. Europa macht’s möglich: Der Oberrhein wächst zusammen – mit jedem Projekt ein Stück mehr.“
Landrat Brechtel betonte, es sei gut zu wissen, „dass wir mit dem Amphibienfahrzeug eine Versorgungslücke geschlossen haben und wir im Einsatz grenzübergreifend handeln können.“ (red)

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