
Bei Schneespaziergängen sollte man über den Kontaktlinsen eine Sonnenbrille tragen.
Quelle: Pfalz-Express
Welcher Brillenträger kennt es nicht: Man kommt von draußen herein, schüttelt gerade noch den Regenschirm aus oder klopft die Schuhe ab – und plötzlich sieht man nichts. Die Gläser sind komplett beschlagen.
Auch nach mehrmaligem Wischen bleibt die Sicht verschwommen. So geht es zwei Dritteln der Deutschen jedes Jahr, wenn sich mit Herbst und Winter kalte Temperaturen und feuchtes Wetter ankündigen. Die Lösung sind Kontaktlinsen. Mit ihnen kann man dem Jahresende entspannt entgegen blicken.
Mit Kontaktlinsen draußen unterwegs
Kontaktlinsen und Wintersport sind die ideale Kombination. Bei vielen Wintersportarten müsste man die Sportbrille über die normale Brille ziehen. Das ist nicht nur unbequem, sondern auch unpraktisch.
So sitzen beide Brillen in der Regel nicht richtig. Kontaktlinsen lösen dieses Problem ganz einfach. Auch der Effekt des Beschlagens fällt weg. Beste Sichtverhältnisse sind garantiert und das Unfallrisiko verringert sich außerdem.
Ist man draußen im Schnee unterwegs, besteht wegen der vielfach reflektierten Sonne ein Risiko für die Augen. Deshalb sollte man bei winterlichen Spaziergängen Kontaktlinsen zusammen mit einer Sonnenbrille tragen. Es gibt mittlerweile zwar auch Linsen mit integriertem UV-Filter, die Linse ist allerdings kein Rundumschutz für das Auge.
Kontaktlinsen bekommt man entweder beim Optiker seiner Wahl oder findet online ein großes Angebot. Man kann beispielsweise drei Kontaktlinsentypen differenzieren: Monatslinsen, Tageslinsen oder Jahreslinsen – abhängig von der Tragedauer.
Trockene Augen durch Heizungsluft
Im Winter ist die warme trockene Luft, die man in fast jedem Innenraum antrifft, nicht optimal für Kontaktlinsen. Das Material verliert dadurch schnell an Feuchtigkeit: Es entsteht ein Fremdkörpergefühl im Auge. Die fehlende Feuchtigkeit holt sich die Kontaktlinse vom Auge zurück, wodurch dieses schnell gereizt und gerötet ist. Neigt man zu trockenen Augen, ist man besonders schnell davon betroffen.
Nachbenetzungstropfen helfen, diesem Effekt vorzubeugen. Deshalb sollten Kontaktlinsenträger gerade in der Winterzeit immer ein Fläschchen dabei haben. In milderen Fällen reicht es schon, sich auf vermehrtes Blinzeln zu konzentrieren. Auch Brillenträger sind von der trockenen Heizungsluft betroffen und können ihr mit künstlicher Tränenflüssigkeit entgegenwirken.
Kontaktlinsen und krank sein?
Linsen sind für Bakterien ein gern gesehener Nährboden und vermehren sich in der feuchtwarmen Umgebung stark. Deshalb sollte man bei Krankheitssymptomen lieber auf die Brille zurückgreifen. Die Wahrscheinlichkeit ist sonst hoch, dass sich zur Erkältung weitere Erkrankungen wie eine Bindehautentzündung hinzugesellen. Die Bakterien setzen sich meist im Material der Linse fest und können selbst nach längerer Zeit eine Infektion hervorrufen.
Auf die Temperaturen achten
Linsen und Pflegemitteln dürfen nicht zu kalt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass sie gefrieren. Kontaktlinsen, die sich gerade im Einsatz befinden, frieren natürlich nicht im Auge ein. Hier behalten sie die normale Körpertemperatur. Gelagerte Kontaktlinsen sollten allerdings nicht an zu kalten Orten stehen.
Ist man beispielsweise auf einer längeren Winterwanderung unterwegs, sollte man die Linsen samt Pflegemittel eher dicht am Körper verstauen. Bei Brillen kann große Kälte dazu führen, dass sich die Fassung verzieht oder selbsttönende Gläser sich verdunkeln. Deshalb auch Brillen im Winter bei gemäßigten Temperaturen oder nah am Körper aufbewahren.

Beim Winterspaziergang sollte die Brille am Körper aufbewahrt werden.
Quelle: Pfalz-Express

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