SÜW. In einem Brief an Wirtschafts- und Energieministerin Eveline Lemke haben der Landauer Oberbürgermeister Hans Dieter Schlimmer und die Landrätin der Südlichen Weinstraße, Theresia Riedmaier, nachgefragt, ob die Landesregierung den Schutzstatus „Biosphärenreservat“ im Naturpark Pfälzer Wald gefährdet sehen könnte, wenn dort Windräder errichtet werden würden. Sie haben die Befürchtung formuliert, ob dieser Status aberkannt werden könnte und spitzen zu: „Sind Naturschutz und Windenergie vereinbar?“.
Schlimmer und Riedmaier richteten diese Anfrage an die Landesregierung, weil sie wesentliche Fragen ungeklärt sahen und verwiesen auf den Landkreis Bad Dürkheim, der in relevanten Stellungnahmen die Auffassung vertrat, die Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windenergie stehe dem Schutzzweck der Naturparkverordnung entgegen.
In ihrer Antwort formuliert die Ministerin: „Die Errichtung von Windkraftanlagen in den Stillezonen ist durch das Landesentwicklungsprogramm (LEP IV) nicht ausgeschlossen. Allerdings steht die Notwendigkeit der Durchführung von Befreiungsverfahren außer Zweifel.
“ Ebenso relevant sei auch die Frage des Fortbestands der UNESCO Anerkennung nach erfolgter Errichtung von Windkraftanlagen in den Wäldern dieses Schutzgebietes, erklärte die Ministerin weiter. Und „mit der Teilfortschreibung des LEP IV ist die Landesregierung den im Jahre 2012 ausgesprochenen Empfehlungen des MAB Komitees zur nachhaltigen Nutzung von Windkraftanlagen in Biosphärenreservaten gefolgt“. Deshalb sei in den Kern- und Pflegezonen des Biosphärenreservats Pfälzerwald die Errichtung von Windenergieanlagen ausgeschlossen. Sie verweist auch auf den zusätzlichen Schutzkorridor am Haardtrand.
Der Brief der Ministerin schließt mit der Versicherung, sowohl sie als auch Umweltministerin Ulrike Höfken möchten bei den Windkraftprojekten „die enge Kooperation der Kommunen miteinander sowie die Einbeziehung der Bürger vor Ort unterstützen“. (kv-süw) Lesen Sie dazu auch:

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