
V.li.: Matthias Ackermann, Vorgänger Wolfgang Eggers mit Ehefrau Doris und der Geschäftsführer des Tennisverbandes, Thomas Knieriemen.
Foto: Tennisverband Pfalz
Die Mitgliederversammlung des Tennisverbands Pfalz hat am Mittwoch (26.4. 2023) den seit mehr als 23 Jahre amtierenden bisherigen Vizepräsidenten Matthias Ackermann (55) aus Birkenhördt zum neuen Präsidenten gewählt.
Zu seinem Stellvertreter wählten die Vereinsvertreter Roland Kupper aus Rodalben. Der langjährige Präsident Wolfgang Eggers wurde von der Versammlung einstimmig zum Ehrenpräsidenten des Verbands gewählt.
Ackermann würdigte Eggers in emotionalen Worten als einen Menschen, der sich in ganz besonderer Weise für die Belange des Tennissports in der Pfalz und darüber hinaus verdient gemacht hat. Weit über zwanzig Jahre habe man in Harmonie und großer Verbundenheit unter der Führung von Wolfgang Eggers, zusammen mit dem Geschäftsführer des Tennisverbandes Pfalz, Thomas Knieriemen, auch schwierige Situationen, meist von außen verursacht, erlebt.
Eggers habe es durch seine vermittelnde und unaufgeregte Art immer verstanden, Lösungen zu finden, „mit denen alle leben konnten und die zum Wohle der Vereine und der Tennisfamilie im Tennisverband Pfalz waren und sind“, so Ackermann.
In seinem Rechenschaftsbericht thematisierte Ackermann, der seit Ende 2021 nach dem familiär begründeten Rückzug von Wolfgang Eggers kommissarisch den Verband geleitet hatte, vor allem das vom Deutschen Tennisbund ins Auge gefasste Vorhaben der Einführung einer Spielercard, die jeden an den Verbandsspielen teilnehmenden Tennisspieler mit einem jährlichen Betrag von 20 Euro ohne echte Gegenleistung zur Kasse bitten würde.
Vehement sprach sich der Präsident gegen eine solche Einführung aus und geißelte das Finanzgebahren des Deutschen Tennisbunds. „Es kann nicht angehen und zeugt von einer großen Basisferne des DTB, wenn auf dem Rücken der Tennisspielerinnen und Tennisspieler in Tennisdeutschland ein nicht nachvollziehbares jährliches Defizit von ca. einer Million Euro beim DTB aufgefangen werden soll.“ Unterstützt wurde Ackermann in seiner Argumentation auch von dem bei der Versammlung anwesenden Präsidenten des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz, Jan Hanelt.
Der Tennisverband Pfalz werde sich auch weiterhin im Interesse der Vereine und der Tennisspielerinnen und Tennisspieler mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Einführung dieser Spielercard im Gleichschritt mit dem Tennisverband Rheinland-Pfalz stellen, so Ackermann.
Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung wurden die Kassenberichte und die Etatvorschau durch die Schatzmeisterin Silvia Reimschüssel vorgetragen, verbunden mit dem Dank an die sehr engagierten hauptamtlichen Mitarbeiter unter der Führung des Geschäftsführers Thomas Knieriemen.
Rudolf Stork, Präsident des Sportbunds Pfalz, hob in seinem Grußwort die „konstruktive und freundschaftliche Zusammenarbeit des Tennisverbands Pfalz mit dem Sportbund Pfalz“ unter dem Dach des Hauses des Sports in Kaiserslautern hervor.
Sämtliche Abstimmungen und Wahlen erfolgten einstimmig und ohne Gegenstimmen.
Das neu gewählte Präsidium:
Präsident: Matthias Ackermann (Birkenhördt)
Vizepräsident: Roland Kupper (Rodalben)
Schatzmeisterin: Silvia Reimschüssel (Böhl-Iggelheim)
Sportwart: Thomas Dreher (Ludwigshafen)
Jugendwart: Fabian Wolf (Göllheim)
Jungsenioren und Senioren: Jürgen Gassert (Neustadt / Wstr.)
Jüngstentennis: Steffen Schaudt (Frankenthal)
Schultennis: Tom Weislogel (Pirmasens)
Öffentlichkeitsarbeit und Inklusion: Claus Majolk (Speyer)
Lehr- und Ausbildungswesen: Dr. Ludger Koch (Germersheim)
Vereinsentwicklung: Astrid Jentschek (Altrip)
Referenten (mit Berufung): Lothar Burg (Neuburg), Ludwig Ackermann (Birkenhördt)
Kassenprüfer: Kathrin Matheis (Krickenbach), Manfred Forster (Hochspeyer), Baback Bakhschai (Lambsheim)
Schiedskommission: Heike Classen (Kaiserslautern), Joachim Jordan (Rodalben), Christian Classen (Kaiserslautern), Dr. Jörg Ebenrecht (Hassloch), Gunnar Heinrich (Hassloch)
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