
Die Kinder hatten ein tolles Programm einstudiert.
Foto: Heinz Lambert
Edesheim. “Manege frei“ hieß es am Donnerstag und Freitag für insgesamt 180 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Edesheim.
Nur drei Tage hatten die Kinder jeweils fünf Stunden lang mit den erfahrenen Artistinnen und Artisten des Mitmachzirkus „Blubber“ aus Wittstock in Brandenburg unter Leitung von Direktorin Shirley Ortmann trainiert. Das Ergebnis begeisterte das Publikum im großen Zweimast-Zirkuszelt an der Gemeindehalle, das an beiden Tagen mit je 400 Zuschauerinnen und Zuschauern ausverkauft war.
Aufgeteilt in die jeweils 90 Kinder starken Gruppen A und B zeigten die Mädchen und Jungen aus den vier Klassenstufen unter anderem Jonglage, Akrobatik, Clownerie, Trapezkunst, Tellerdrehen, Hula-Hoop und Seiltanz.
Eltern, Großeltern, Verwandte, Freunde und Kinder kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Alle klatschten bei jedem Programmpunkt stakkatoartig mit und belohnten am Ende der Vorstellung die jungen Artisten mit Standing Ovations.

Foto: Heinz Lambert
Zu Beginn ihrer jeweiligen Programmpunkte waren die Kids natürlich etwas aufgeregt, aber das legte sich sehr schnell. Die ein oder andere Nummer erforderte ein gehöriges Maß an Mut und Courage. Die Kinder waren aber im Laufe des Trainings mit ihren Aufgaben gewachsen und gewannen viel an Selbstbewusstsein.
Am Anfang kamen erstmal alle Mädchen und Jungen in die Manege und sangen gemeinsam „Hereinspaziert, hereinspaziert, ihr lieben Leute, im Zirkus ist es schön.“
„Zirkusdirektor“ Johannes eröffnete dann die Gala am Donnerstag und führte sehr gekonnt durch das Programm. Am Freitag übernahmen „Direktorin“ Henrike und „Direktor“ Elias den Part des Entertainers.

Foto: Heinz Lambert
Alle drei waren, wie auch alle anderen Kinder, vom Personal des Mitmachzirkus mit wunderschönen, farbvollen und teilweise glitzernden Kostümen ausgestattet worden.
Wer es nicht besser wusste, dachte, dass für jedes der Kinder eigens ein passendes Kostüm genäht worden sei.
Gleich zu Beginn sprang der Funke auf das Publikum über, als Jongleure Leuchtreifen und Kugeln zunächst jeder für sich in die Höhe warfen, ehe sie sich dann gegenüberstanden und im Ping-Pong-Stil die farbigen Gegenstände hin und herwarfen.

Foto: Heinz Lambert
Dann betraten Clowns die Mange. Diese waren eigentlich als Putzkolonne eingestellt, wollten aber gar nicht auf die Anweisungen ihrer Chefin hören. Anstatt zu putzen tanzten und turnten sie lieber.
Eine faszinierende Darbietung folgte am Trapez. Immer wieder wurden die kleinen Mädchen auf zwei großen Ringen sitzend und liegend nach oben bis unter das Dach des Zirkuszeltes gezogen, um dort akrobatische Kunststücke zu zeigen. Welch ein Wagemut!

Foto: Heinz Lambert
Der bei der älteren Generation aus deren Kindertagen noch gut bekannte Hulla-Hoop-Reifen kam in der nächsten Präsentation zum Einsatz. Aber nicht nur einer davon, sondern immer gleich mehrere ließen die Kinder um Hals und Hüfte kreisen. Derjenige der sagt, dass die Kids von heute das gar nicht mehr können, wurde eindrucksvoll eines Besseren belehrt.
Wer kann denn einen Teller auf einem langen Stöckchen balancieren? Richtig, kaum jemand. Aber die Mädchen und Jungen konnten dies, mitunter sogar auf dem Rücken liegend, oder die Beine ans Gesäß gezogen und die Stöckchen dabei über Kreuz haltend. Da fiel kein Teller zu Boden!
Das Kinder auch heute noch die Kunst des Balancierens beherrschen, bewiesen sie als sie auf dem gut einen Meter über dem Boden gespannten dünnen Seil hin und herliefen. Dabei standen sie des Öfteren mit nur einem Bein fast freihändig da oder hüpften in einen großen Reifen hinein und wieder hinaus, um dann sicher auf dem Seil zum Stand zu kommen.
Die sich anschließend aufbauenden menschlichen Pyramiden und Brücken wurden noch etwas getoppt, als Mädchen und Jungen frei auf den Schultern eines der Mitarbeiter des Zirkus standen, ihre Arme ausbreiteten und nur an ihren Füßen gesichert wurden.
Als dann ein Mädchen nur auf einer Hand vom Artisten gehalten wurde und einen Kopfstand machte, stand das Zelt sozusagen Kopf. Ein Wahnsinnsgleichgewichtsgefühl gehörte hier dazu.
Dann strandeten die Piraten der Meere in der Manege, um einen „Verräter“ seiner Strafe zuzuführen. Sie sperrten ihn in eine Kiste, die sie mit ihren Schwertern durchbohrten.
Schließlich wurden diese wieder herausgezogen, das Letzte von einer Piratenbraut. Wie durch ein Wunder blieb der Delinquent unverletzt. Dann war Ruhe angesagt, damit die Kinder die Anweisungen des Personals gut verstehen konnten, denn es wurde in der Manege ganz dunkel.

Foto: Heinz Lambert
Man sah dann nur noch farbige, leuchtende Seidentücher, welche die Kinder in einer wunderbaren Choreographie präsentierten und deren Höhepunkt am Ende folgte, als alle Tücher sich zu einem großen Ball vereinigten.
Auch zuvor schon kamen bei fast allen Darbietungen immer wieder beeindruckende Lichteffekte zum Einsatz.
Untermalt wurde jede Attraktion mit passender Musik, so aus dem Film Fluch der Karibik oder aus dem Dschungelbuch. „… und die Chöre sing`n für dich`“ von Mark Foster und das am Ende der Vorstellung gespielte, von der Fußball-WM 2014 bestens bekannte „Ein Hoch auf uns!“ von Andreas Bourani luden zum Mitklatschen und Mitsingen ein.
Das „Blubber-Zelt“ hatten die Edesheimer in Rekordverdächtigen zweieinhalb Stunden aufgebaut, wie Schulleiterin Corina Ritter lobend zu berichten wusste. Zur Zirkusvorstellung kredenzte „Blubber“ in der Pause Bratwürste, Nachos, Zuckerwatte, Smoothies und sonstige nichtalkoholische Getränke.
Corina Ritter dankte den Zirkusleuten, denHelfern, ihrem Schulteam aber natürlich ganz besonders allen Kindern: „Wir haben ein tolles Zirkusteam kennengelernt, das mit viel Herzblut unsere Kinder trainiert hat.“ (Heinz Lambert, Burrweiler/Bilder: Heinz Lambert und Grundschule Edesheim)

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