Sonntag 15.Februar 2026

Massenkarambolage auf B9 bei Jockgrim: Sieben Verletzte nach heftigem Auffahrunfall 

1. Dezember 2025 | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional, Top-Artikel

Foto: Henry Mungenast / EinsatzReport24

Jockgrim – Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Montagnachmittag sieben Verletzte gefordert und die B9 bei Jockgrim lahmgelegt.

Gegen 16 Uhr prallte nach ersten Ermittlungen der Polizei ein Mercedes Sprinter in ein weit zurückliegendes Stauende in Fahrtrichtung Germersheim und löste eine Kettenreaktion aus. Zuvor hatte sich durch hohes Verkehrsaufkommen ein Rückstau gebildet, weil ein Metallgegenstand auf der Fahrbahn lag. Er wurde von einer Streife der Polizeiinspektion Wörth beseitigt.

Der 51-jährige Fahrer des Sprinters fuhr ungebremst in einen Opel Vivaro, in dem fünf Personen saßen. Zwei Mitfahrer, 22 und 26 Jahre alt, wurden dabei schwer verletzt. Drei weitere Insassen des Transporters erlitten leichte Verletzungen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Opel auf einen Ford geschleudert, dessen 26-jähriger Fahrer ebenfalls leicht verletzt wurde. Ein weiteres Fahrzeug fuhr anschließend noch leicht auf den Ford auf, wurde aber lediglich beschädigt.

Insgesamt sieben Menschen wurden verletzt – zwei schwer, fünf leicht. Sie wurden vom Deutschen Roten Kreuz versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft kam ein Gutachter an die Unfallstelle. Wegen der großflächigen Trümmerzone und der langen Wartezeiten im Stau leitete die Polizei wartende Autofahrer, soweit möglich, rückwärts aus dem Verkehrsraum heraus.

Die Feuerwehr Jockgrim war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Straßenmeisterei sperrte die B9 in Richtung Germersheim komplett; die Vollsperrung sollte bis 20 Uhr andauern. Der Sachschaden wird auf rund 40.000 Euro geschätzt.

Nachtrag: Gutes Zusammenspiel aller Beteiligten

Wie die Feuerwehr Jockgrim am Tag danach mitteilte, übernahm ein Ersthelfer, selbst Feuerwehrmann und ausgebildeter Notfallsanitäter, noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte die Erstversorgung der zwei schwer verletzten Personen. 

Die zwei Personen waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten von den Feuerwehren Jockgrim und Rheinzabern mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Sie kamen schwer verletzt mit Rettungswagen beziehungsweise einem Rettungshubschrauber in umliegende Kliniken. 

Es wurden frühzeitig zusätzliche Rettungswagen, darunter Fahrzeuge aus Karlsruhe, und die Abschnittsleitung Gesundheit alarmiert. Insgesamt waren sechs Rettungswagen sowie die beiden Rettungshubschrauber Christoph 43 (Karlsruhe) und Christoph 5 (Ludwigshafen) im Einsatz. Unterstützt wurden die Kräfte vom Einsatzleitwagen der Malteser Hatzenbühl und der Abschnittsleitung Gesundheit. Seitens der Feuerwehr rückten die Wehren Jockgrim und Rheinzabern mit rund 35 Kräften und acht Fahrzeugen aus.

Auch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Christian Betzel machte sich vor Ort ein Bild der Lage und unterstützte die Einsatzleitung. Ein Fahrzeug der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Bellheim übernahm den Transport des Leitenden Notarztes und die Betreuung unverletzter Beteiligter.

Wegen der niedrigen Temperaturen wurde die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung der Malteser Hatzenbühl hinzugezogen. Sie versorgte sowohl die Einsatzkräfte als auch im Stau wartende Verkehrsteilnehmer mit warmen Getränken und Snacks. Zwölf weitere Einsatzkräfte waren dazu mit zwei Fahrzeugen im Dienst.

Die Feuerwehren kümmerten sich darüber hinaus um die Absicherung und Ausleuchtung der Unfallstelle sowie die Verkehrslenkung. Nach rund fünfeinhalb Stunden konnten die Maßnahmen beendet und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden.

Die Einsatzkräfte hoben abschließend die vorbildlich gebildete Rettungsgasse hervor, die eine schnelle und sichere Anfahrt zum Unfallort ermöglicht habe.

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