Zu wenige Unterrichtsstunden gibt es in Rheinland-Pfalz, meint Landtagsabgeordneter Martin Brandl (CDU). Foto: Alexandra H./pixelio.de
Kreis Germersheim – Der Landtagsabgeordnete Martin Brandl (CDU) kritisiert den Unterrichtsausfall an rheinland-pfälzischen Schulen. Auch an vielen Schulen im Kreis Germersheim falle nach wie vor zu viel Unterricht aus.
Die Statistik weist für einzelne Schulen im Kreis nicht planmäßig erteilten Unterricht von bis zu 17 % aus. Dieser nicht planmäßig erteilte Unterricht werde zum Großteil von den Schulen durch externe Kräfte, Mehrarbeit und „selbstbestimmtes Lernen“ ausgeglichen – Stillbeschäftigung oder Mitbetreuung durch den Lehrer der Nachbarklasse gelten damit als „Regulierung des nicht planmäßig erteilten Unterrichts. „Klar ist jedoch, dass dadurch Qualitätseinbußen hingenommen werden“, bemängelt Brandl. Nach diesem Ausgleich falle immer noch bis zu 5,4% Unterricht aus.
Der strukturelle Unterrichtsausfall – die Bezeichnung für geplanten Unterrichtsausfall aufgrund zu wenig zur Verfügung stehender Lehrerstunden – gäbe ebenfalls Anlass zur Sorge: „Seit dem Sommer konnte die Unterrichtsversorgung zwar an einigen Schulen verbessert werden, allerdings gibt es immer noch Mängel.“ Vor allem an den weiterführenden Schulen würden fehlen Lehrkräfte, bis zu 1,5 Stellen an einer einzelnen Schule.
„Die Unterrichtsversorgung ist immer noch nicht zufriedenstellend“, kritisiert Brandl. Dabei ist eine gute Schulausbildung von größter Bedeutung, nicht nur für die Zukunftschancen unserer Schüler, sondern auch für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“ Zweifellos erforderliche Einsparungen dürften nicht auf Kosten der Bildung und damit auf Kosten künftiger Generationen gehen. Viel sinnvoller als eine kostenfreie Schülerbeförderung für alle sei eine bessere Versorgung mit Unterricht. Denn es sei ein zweifelhafter Nutzen, kostenlos zur Schule zu kommen, wenn dort Unterricht ausfällt, so Brandl. (red)

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