Samstag 14.März 2026

Landauer CDU-Stadtratsfraktion stellt Antrag „Sicheres Landau“

15. Februar 2026 | Kategorie: Landau, Politik regional

Ralf Eggers
Quelle: Rolf H. Epple

Landau. Die CDU-Stadtratsfraktion Landau hat einen umfassenden Antrag zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit in der Stadt gestellt.

Unter dem Titel „Sicheres Landau“ fordert sie die Erarbeitung eines ganzheitlichen Sicherheitskonzepts in enger Zusammenarbeit mit Polizei, Deutscher Bahn und der Stadtverwaltung. Der Antrag wurde am 15. Februar 2026 an Oberbürgermeister Dr. Dominik Geißler gerichtet und soll in der nächsten Stadtratssitzung behandelt werden.

Kern des Antrags ist der Auftrag an die Verwaltung, ein abgestimmtes Konzept zu entwickeln, das folgende Maßnahmen umfasst:

Eine repräsentative Umfrage zum subjektiven Sicherheits- und Unsicherheitsgefühl der Landauer Bevölkerung, um Angsträume und Unsicherheitsbereiche zu identifizieren und diese mit den offiziellen Polizeistatistiken abzugleichen.

Gezielte Absprachen mit Polizeidienststellen auf Landes-, Bundes- und örtlicher Ebene für einen koordinierten, regelmäßigen Einsatz im Bahnhofsbereich – mit sichtbarer Präsenz und konsequentem Eingreifen bei strafbaren Handlungen.

Die Einführung einer intelligenten Videoüberwachung im Bahnhofsumfeld, die eine schnelle Auswertung ermöglicht und Polizei sowie Ordnungskräfte zielgenau einsetzt.

Die Beseitigung von Dunkelräumen – insbesondere im Bahnhofsbereich und in Parks – etwa durch den Einsatz dimmbarer Bewegungsmelder, wie sie bereits erfolgreich auf dem Radweg nach Godramstein genutzt werden.

Die Prüfung von Waffen- und Messerverbotszonen, möglichen Alkoholeinschränkungen sowie einer konsequenten und schnellen Strafverfolgung bei Verstößen.

Fraktionsvorsitzender Ralf Eggers und sein Stellvertreter Peter Lerch begründen den Vorstoß mit zunehmenden Meldungen über Angsträume, Jugendgangs und ein wachsendes subjektives Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung.

„Trotz des großen Engagements unserer Polizeikräfte vor Ort erreichen uns immer häufiger besorgte Bürgerinnen und Bürger sowie verängstigte Schüler, die von Bedrohungslagen berichten – vor allem im Bahnhofsbereich und in den Parks“, erklären Eggers und Lerch.

„Es ist höchste Zeit, dass alle für die Sicherheit Verantwortlichen in Landau an einem Strang ziehen.“ Als Vorbild nennen die Christdemokraten das „Heilbronner Sicherheitskonzept“, das durch eine enge Kooperation von Stadt, Polizei und weiteren Partnern bereits spürbare Erfolge erzielt habe.

„Eine vergleichbare Kooperationsvereinbarung ‚Sicheres Landau‘ könnte auch bei uns Maßnahmen bündeln und wirksam einsetzen“, so die Fraktionsspitze. Die CDU betont, dass alle Maßnahmen rechtskonform, sichtbar und nachvollziehbar umgesetzt werden müssen. Nur durch eine Kombination aus präventiver Präsenz, moderner Technik (wie KI-gestützter Videoüberwachung), besserer Beleuchtung, verstärkter Polizeipräsenz und konsequenter Sanktionierung könne man Straftaten reduzieren und das Sicherheitsgefühl der Bürger nachhaltig stärken.

„Verbote wirken nur, wo sie überwacht und Verstöße zeitnah geahndet werden“, unterstreichen Eggers und Lerch. „Wir wollen keine Worthülsen, sondern konkrete Aktionen, die den Menschen in Landau spürbar mehr Sicherheit geben.“

Peter Lerch
Foto: Rolf H. Epple

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