Sonntag, 05. April 2020

Landauer CDU-Fraktion bekommt Verstärkung durch Ex-AfDler Mosebach

20. Januar 2015 | 13 Kommentare | Kategorie: Leute-Regional, Politik regional

Rückkehrer: Gerhard Mosebach ist wieder in der CDU.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Landau. Auf Antrag von Ratsmitglied Gerhard Mosebach beschloss die CDU-Stadtratsfraktion bei ihrer Sitzung einstimmig dessen Aufnahme.

Gerhard Mosebach war bereits früher Mitglied und auch Funktionsträger der Landauer CDU. Sein vorübergehendes Wirken in einer anderen politischen Gruppierung hatte Ursachen welche hauptsächlich in der Europapolitik begründet lagen.

Nach seinem Austritt aus Partei und Fraktion der AfD “war es für mich daher naheliegend, bei der CDU-Fraktion die Aufnahme zu beantragen, da ich mich von meiner christlichen Grundüberzeugung nie entfernt habe”, so Mosebach.

Davon konnten sich auch die Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion während der persönlichen Vorstellung Mosebachs und in verschiedenen  Gesprächen überzeugen.

“Wir sind überzeugt, dass Herr Mosebach sowohl von seiner politischen Überzeugung, als auch von seiner persönlichen Integrität sich gut bei uns eingliedern wird” so Fraktionsvorsitzender Peter Lerch. (red)

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13 Kommentare auf "Landauer CDU-Fraktion bekommt Verstärkung durch Ex-AfDler Mosebach"

  1. Martin Reichert sagt:

    Es ist schon bemerkenswert. Herr Mosebach lässt sich zuerst von den Wählern der Alternative für Deutschland, die gegen die verkrusteten Strukturen der Altparteien angetreten ist, in den Stadtrat wählen. Und dann macht derselbe Herr Mosebach gegen diesen ausdrücklichen Wählerwillen wieder seine alte CDU-Politik. Hoffentlich überdehnt er sich als Wendehals dabei nicht sein Genick.

    Wenn der CDU-Fraktionsvorsitzende meint, dass sich derartig bewiesene persönliche Integrität gut in CDU-Fraktion eingliedern lässt, muss ich mich schon fragen, welche seltsamen Massstäbe die CDU-Fraktion hier anzulegen bereit ist.

    Aber Machtsicherung vor politischer Ethik ist eben auch eine Präferenz.

    • Michael Jedral sagt:

      Da kann ich mich Herrn Reichert nur anschliessen. Das ist aus meiner Sicht aber generell ein Problem in unserer Gesetzgebung. Da der Politiker nur dem Wähler, nicht aber der Partei berichtet, nicht in seltenen Fällen aber über diese gewählt wird, sind Übertritte für Opportunisten immer ein Mittel zum Zweck. Leider lässt sich da gesetzlich wenig machen, am Ende ist es eine moralische Frage und eine Aufgabe an den Wähler, die Halbwertszeit solcher Erinnerungen mal länger als eine Legislaturperiode auszudehnen.

  2. Ben sagt:

    Nicht schlecht, Herr Mosebach! War ja eigentlich schon absehbar, daß die Nummer genau so ausgeht. Geschickt eingefädelt: Erst bei der CDU nicht weitergekommen, dann in die AfD eingetreten, deren Engagement, Finanzen und Wähler genutzt, um wieder in den Stadtrat zu kommen, dann wieder austreten und mit einstimmiger (!) Entscheidung wieder zurück zur Mutterpartei. Jetzt hat die CDU-Fraktion sogar 1 Sitz mehr, als ihr die Wähler zugestanden haben. Wenn Herr Mosebach nicht schon vorher bei den Orangefarbenen gewesen wäre, könnte man glatt fragen, was man ihm für diesen Husarenstreich bezahlt hat. So schmeckt das Ganze eher nach CDU-U-Boot. Aber was machen Merkel´s Truppen nicht alles, um an der Macht zu bleiben.

  3. Volker sagt:

    Ein Wendehals der üblen Sorte. Erst bei der AFD mit Mutties Politik gar nicht einverstanden und dann zurück in Mutties Arme!! Ich kann mich Ben nur anschliessen, bei der CDU nicht weitergekommen, bei der AFD gegen die eigenen Leute geschossen und dann die Stimmen der AFD Wähler zu seinen Gunsten mißbraucht. Er sollte sich Schämen.

  4. Norbert Herrmann sagt:

    Da hat man keine Worte mehr! Früher hat man im Volksmund dazu gesagt – Vaterlandsverräter.
    Holt sich die Stimmen der Wähler von AfD und verkauft sich billig…………………….. von der CDU hätte ich da aber wirklich mehr erwartet. Vor allem Ehrgefühl und auch wirklich an die Wähler gedacht und deren Rechnung getragen. Trägt alles dazu bei daß man tatsächlich nur Alternativ Denken, Handeln und Wählen kann. So kann man doch nicht mit Wählerstimmen umgehen. Null Verständnis dafür Null Respekt für diesen Vorgang, Null Respekt vor solch einem Bürger der sich so billig verkauft. Null Respekt für solch ein Mensch im Stadtrat.

  5. Norbert Herrmann sagt:

    Mal seinen Kommentar dazu nochmal gelesen. Da ich mich nie von meiner christlichen Grundüberzeugung nie entfernt habe………. heisst das dass die AfD Mitgleider diese christliche Grundüberzeugung nicht haben oder besitzen? Was ist das für eine Dreckschleudergeschichte?

    • Latour sagt:

      Genau das wollen Mosebach – und auch die Altparteien – den Bürgern mit ihren immer abenteuerlicher werdenden Stellungnahmen und Seitenhieben einreden. Die AfD ist mal wahlweise EU-Kritisch, dann Europafeindlich, mal Rechtspopulistisch, Rechtskonservativ, Nationalliberal und eben unchristlich. Auf jeden Fall ganz ganz böse. Irgendein Schreckgespenst muß man eben an die Wand malen, wenn man selbst die einstigen politischen Überzeugungen um des Machterhaltes willen verkauft hat (Linksrutsch der CDU unter Merkel etc.) und keine Antworten mehr auf die Fragen der Bürger hat! Denn wisset: Die CDU hat das Monopol auf Politik, das einzig wahre christliches Weltbild und die Schlausten sind sie sowieso!

  6. Norbert Herrmann sagt:

    Und dazu das Statement von Peter Lerch….. wir sind von seiner politischen Überzeugung überzeugt! Vor ein paar Wochen war er aber von seiner politischen Überzeugung aber anders überzeugt. Und von seiner persönlichen Integrität ist Herr Lerch überzeugt. Ich bin dabei überzeugt dass er dafür mindestens heilig gesprochen werden sollte. Halleluja oder Helau passt doch in die Zeit. Narrenkappe auf und ab auf die Bühne der Landauer Komunalpolitik.

  7. Eugen Ziegler sagt:

    Anscheinend hat Hr. Mosebach vergessen, dass er eigentlich einen Auftrag durch die Wähler der AfD bekommen hat.
    Lieber Gerhard, du bist nicht nur ein Wendehals, sondern ein total charakterloser, selbstsüchtiger, nichts tuender, auf anderer Kosten karrieregeiler, machtbessener Mensch, bei der Vorbereitung zur Wahl so gut wie nie da, im Vorfeld schon aufgegeben, nachdem die Ziele durch andere fleißige Mitglieder erreicht wurden, dann auf Platz eins der Liste setzen lassen, um dann später wieder als der Mann, der vorher nicht weiterkam in seiner CDU, als der „große CDUler“ zurückkehren kann. Ich würde mich an deiner Stelle schämen, sicherlich ist dein Mandat personengebunden, aber man wusste ja nicht, welche Charaktere man da nominierte. Du kennst ja den Spruch: „Den Verrat liebt man – den Verräter henkt man!“ Bist du wirklich in dem Glauben, dass dir irgendjemand noch vertraut?! Andererseits sehe ich es vll. so, dass die CDU-Fraktion Landau schon einmal übt, wie es nach 2016 aussehen könnte, wenn das Land und später 2017 die große Mama mit der AfD koaliert. Anscheinend schreckt die CDU auch vor nichts mehr zurück, Hauptsache Macht bekommen und um jeden Preis Macht zu halten. Was sollen die Wähler nur von so einem Verhalten denken?!

  8. Herr Müller sagt:

    Also, wenn das christliche Werte sind, AfD-Wählerstimmen an CDU zu verkaufen, dann ist CDU in meinen Augen ein Hehler. Die Bestrafung kommt von den Wählern. Die Pfälzer sind nicht dumm.

  9. Willibald Krötzmann sagt:

    Herr Mosebach,

    geben Sie sofort Ihren Posten auf und machen Sie Platz für den Nachrücker.

    Was sind Sie nur für ein erbärmlicher Pseudodemokrat und treten den Wählerwillen mit Füßen!

  10. Susanne Berger sagt:

    Herr Mosebach hat sich schon bei der AfD als Nichtsnutz erwiesen. Man hört ja auch von einer üblen Vergangenheit im Osten. Schön blöd wenn man ihn auch noch wählt. Bei der AfD sind so einige Verräter versammelt. Anstelle von Martin Reichert wäre ich da ruhig.

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