
„Ten things to do before I die“: Tragikomödie, die die Schüler nachdenklich stimmte.
Foto: Klaus Brendel
Kandel – Die „Expedition Junges Chawwerusch“ eröffnete mit ihrem ersten Gastspiel an der Integrierten Gesamtschule Kandel eine auf drei Jahre angelegte Kooperation zwischen Theater und Schule.
In der voll besetzten IGS-Aula sahen weit über 100 Schüler „Ten things to do before I die“, ein Stück, das unter die Haut ging, aber auch für Erheiterung sorgte – nicht gerade selbstverständlich bei dem ernsten Stoff.
Marie (Miriam Grimm) leidet an einem todbringenden Tumor, ihr bleiben sechs Monate. Sie schreibt eine Liste: Ten things to do before I die. Von einer unumgänglichen Liebeserklärung über Bungeejumping bis zu einer Reise an die türkische Ägäis treibt sie die verrinnende Zeit.
Mit von der Partie ist Lukas (Stephan Wriecz), er steht ihr bei, lässt eine Menge über sich ergehen und versucht alles Erdenkliche, um ihr ihre Wünsche zu erfüllen.
Das konnten die Schüler der Klassen 9 bis 12 hautnah miterleben, teilweise auch als Mitspieler auf der Bühne. Im Nachgespräch zeigten sich denn auch etliche junge Zuschauer entsprechend betroffen.
Junge Leute für das Theater begeistern – das ist das erklärte Ziel dieser Expedition, die sich von ihrer Spielstätte in Herxheim auf die Reise nach Kandel machte.
Da an der IGS das Fach „Darstellendes Spiel“ (DS) als Wahlpflichtfach oder als Grundkurs in der Oberstufe eine große Rolle spielt, lag es auf der Hand, sich gemeinsam mit professionellen Theatermachern auf den Weg zu machen, um den Schüler die Möglichkeit zu bieten, noch mehr vom Theater zu erfahren.
Die Kooperation bedeutet, dass die Schule die jeweilige Produktion der „Expedition Junges Chawwerusch“ in Herxheim besucht oder als Gastspiel an die Schule holt, was am 6. Februar mit „Ten things to do before I die“ der Fall war.
Hinzu kommt das theaterpädagogische Angebot des Chawwerusch Theaters, das die Arbeit der Lehrkräfte durch Unterrichtsmaterialien und Workshops unterstützt.
Ermöglicht wurde die Zusammenarbeit zwischen Chawwerusch und IGS auch durch die Unterstützung des Rotary Clubs Vorderpfalz, der Sparkasse Germersheim-Kandel und der Firma Thüga Energienetze GmbH. (kb/red)

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