
Johannes Volkmann (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Berlin – Johannes Volkmann, CDU-Bundesvorstandsmitglied und Enkel von Helmut Kohl, verteidigt Friedrich Merz gegen scharfe Attacken von Bundeskanzler Olaf Scholz.
„Hat sich Olaf Scholz jemals angeschaut, was Helmut Schmidt noch vor wenigen Jahren zur Migrationspolitik gesagt hat? Dafür würde er aus seiner eigenen Partei heute wohl gecancelt werden“, sagte Volkmann dem „Stern“.
Kritik am Vorgehen von Merz wies er zurück. „Sozialdemokraten und Grüne sind in der Regierungsverantwortung und scheitern daran“, sagte Volkmann. „Wo ist eigentlich Olaf Scholz? Wo sind seine Verhandlungsangebote und Vorschläge in der Migrationspolitik?“
Die Opposition müsste ihre Initiativen nicht vorab der Regierung zur Genehmigung vorlegen. Volkmann sagte aber: „Wir suchen Mehrheiten in der Mitte und schließen jede Form von Zusammenarbeit mit der AfD aus.“
Gleichzeitig warf der Kohl-Enkel SPD und Grünen Realitätsverlust vor. „Mein Eindruck ist, dass die Diskussion in rot-grünen Echokammern sich von der Lebensrealität der Mehrheit dieses Landes entkoppelt hat“, sagte er.
„Viele Menschen sind es leid, dass sie eigene Eindrücke, wie sich der öffentliche Raum durch illegale Migration verändert, aus Angst vor sozialer Ächtung nicht mehr aussprechen können.“ Diesen Menschen wolle die Union wieder eine Stimme geben.
Dafür habe seine Partei auch eigene Fehler aufgearbeitet. „Ich finde es gut, dass wir die Oppositionszeit genutzt haben, um eigene Fehler seit 2015 aufzuarbeiten – übrigens nicht nur in der Migrationspolitik“, sagte Volkmann.
„Die CDU trägt eine Mitverantwortung für die Existenz der AfD.“ Nur mit Glaubwürdigkeit und Standfestigkeit werde die CDU ihre Bindungskraft rechts der Mitte wieder gewinnen. (dts Nachrichtenagentur)
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