Montag, 24. Februar 2020

Kandeler CDU besucht Drehleiter-Werkstatt – Niedermeier: „Mittelstand ist Rückgrat unserer Wirtschaft“

6. September 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Der CDU-Gemeindeverband will hiesige Unternehmen stärker in den Fokus rücken.
Fotos: über CDU-Gemeindeverband Kandel

Kandel – Mit seinem Amtsantritt als neuer Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Kandel hat Michael Niedermeier angekündigt, dass die Wirtschaftsbetriebe in der Verbandsgemeinde stärker beachtet werden sollen.

„Ich bin froh, dass der Vorstand mich darin und die Idee von regelmäßigen Betriebsbesuchen in der gesamten Verbandsgemeinde einstimmig unterstützt“, so der Vorsitzende.

Landauf, landab werde von Politik, Arbeitgebern wie Arbeitnehmern immer wieder die Aussage zitiert „der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft“. Laut Niedermeier gehe es darum, dass das vielzitierte Rückgrat ein Gesicht bekomme, dass es beachtet werde, dass es seine Sorgen und Nöte deutlich machen könne und „dass wir an ihm interessiert sind. „Niedermeier: weiter: „Wir haben tolle Betriebe in unserer Stadt und den einzelnen Ortsgemeinden. Viele sind genau das Rückgrat, von dem so Viele sprechen.“

Als Auftakt besuchte der Gemeindeverband die Drehleiter-Werkstatt im Industriegebiet Horst im Stadtteil Minderslachen. Die Besuchergruppe aus Ratsmitgliedern, Parteimitgliedern und Bürgern wurde von den Geschäftsführern Alex Stier und Willi Beitel begrüßt und über das Betriebsgelände geführt.

Die Drehleiter-Werkstatt ist ein sogenannter „Hidden Champion“, also ein von außen recht unscheinbares Unternehmen, das aber in seiner Branche Spitzenklasse ist. Das 2006 von Beitel und Stier gegründete Unternehmen ist einer der Marktführer in der Branche und spezialisiert in der Wartung, Reparatur und Modernisierung von Feuerwehr-Drehleitern.

Alex Stier macht es kurz: „Wir sind in der Lage, eine beispielsweise 25 Jahre alte Drehleiter so zu modernisieren, dass sie mit den neuesten Modellen auf dem Markt mithalten kann.“

Dabei sei das Unternehmen in vielen Ländern der Erde präsent. „Feuerwehren aus der ganzen Welt vertrauen uns und lassen ihre Fahrzeuge hier überholen und aufrüsten. Von Skandinavien, über die Be-Ne-Lux-Länder, bis Frankreich und nach Ost- und Südeuropa reicht die Kundschaft die ihre Rettungsfahrzeuge nach Kandel bringen“, erklärt Beitel.

Stier berichtete, dass die Mitarbeiter, Willi Beitel und er selbst weltweit unterwegs seien. Auch im Orient die Dienstedes Unternehmens in Anspruch genommen.

Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt der Betrieb, der vor zwölf Jahren mit Beitel und Stier als Zwei-Mann-Team begonnen hatte. Mittlerweile produziert eine zweite gegründete Firma „Liquid-Hydraulik“ selbst Hydraulik-Zubehör am Standort Kandel und ist auch im LKW-Renngeschäft tätig.

Die neueste Investition der beiden Brüder in ihre Firma ist der Bau einer neuen Lackierhalle auf dem Gelände. „Aufgrund des stetigen Wachstums unseres Betriebs wurden auch die Anforderungen an uns immer größer. So ist die Lackieranlage eine zukunftsweisende und wichtige Investition in den Standort Kandel und in unser Unternehmen“, so die beiden Geschäftsführer.

Leider sei aber im Industriegebiet für die Anlage nicht der notwendige Stromanschluss vorhanden, weshalb die Lackieranlage nicht voll angefahren werden könne, erklärten Beitel und Stier, was ein Verlustgeschäft und weniger Arbeitsplätze bedeuten würde.

Niedermeier versprach: „Wir werden dieses Thema nochmals genauer besprechen und uns dafür stark machen. Eine solche Investition ist nicht nur für das Unternehmen wichtig, sondern auch für Kandel als attraktiven Wirtschaftsstandort.“

Zum Abschluss der Führung gab es eine ungewöhnliche Aussicht über Kandel und die Südpfalz: Die Besuchergruppe wurde zu einer „Freifahrt“ im Rettungskorb einer Drehleiter eingeladen – ein Highlight des Unternehmensbesuchs für die Teilnehmer.

CDU-Vorsitzender Niedermeier bedankte sich bei den Geschäftsführern: „Wenn wir heute eines gelernt haben, dann, dass der Mittelstand tatsächlich das Rückgrat unserer Wirtschaft ist, was die Drehleiter-Werkstatt beispielgebend versinnbildlicht.“

Niedermeier kündigte an, die Betriebsbesuche in der Verbandsgemeinde fortzusetzen: „Wir haben in der Verbandsgemeinde noch viele interessante Betriebe, auf die Sie sich freuen können!“

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