Dienstag, 21. September 2021

Kandel: Große Fortbildung mit DRF-Rettungshubschrauber „Christoph 43“, Feuerwehr und DRK

12. September 2021 | Kategorie: Kreis Germersheim, Nordbaden, Regional

Rettung in 30 Metern Höhe.
Fotos: DRF /Geißert – Fotostecke am Textende

Kandel – Die Station Karlsruhe der DRF Luftrettung hat am Samstag zusammen mit dem DRK Rettungsdienst Südpfalz und der Feuerwehr Kandel eine großangelegte Stationsfortbildung durchgeführt, wie es sie in dieser Art noch nicht gab.

Insgesamt fanden sich 30 Teilnehmer am Feuerwehrhaus in Kandel ein, bestehend aus Notärzten, HEMS-TC (technisches Rettungshubschrauber-Besatzungsmitglieder) und – ein Novum – Piloten der Station Karlsruhe. Außerdem waren alle Azubis der Rettungswache Kandel und die Kandeler Feuerwehrleute dabei. Erstmalig wurde interdisziplinär, also in gemischten Teams und in allen möglichen Konstellationen, geübt.

Für die Teilnehmer, die ein Wochenende opferten, wurde eine Ganztageskinderbetreuung organisiert, so dass viele ihre Kinder problemlos mitbringen konnten. Neben einer Hüpfburg waren eigens die Jugendabteilung der Feuerwehr und erwachsene Aufsichtspersonen abgestellt. Es wurde gebastelt und gerätselt, und die Feuerwehr veranstaltete eine Rallye.

Vor Beginn der Veranstaltung wurde bei allen Teilnehmern ein Corona-Schnelltest durchgeführt. Anschließend ging es in Gruppen zu je fünf bis sechs Personen an die einzelnen Stationen.

Dort wurden trainiert:  

Invasive Techniken: Dabei konnten die Teilnehmer an Schweinekehlköpfen und Rippen Luftröhrenschnitte üben sowie selten geübte Techniken verfeinern. (sg/red)

Technische Rettung: Die medizinischen Crews sowie die Piloten und angehenden Notfallsanitäter standen hier mal auf der Seite der Feuerwehr und durften, mit Schere und Spreitzer, demolierte PKW öffnen, um einen Zugang herzustellen: Ziel hierbei war, ein Gefühl für die Arbeit des jeweils  anderen zu bekommen und einmal die „andere Seite“ zu erleben.

Rettung mit Drehleiter: Aus einem Obergeschoss galt es, eine menschengroße Puppe unter mechanischer Reanimation mit einer Drehleiter zügig zu retten. Die Retter konnten so ausgiebig die Drehleiter kennenlernen und unter anderem selbst erleben, wie es sich anfühlt, 30 Meter über dem Boden in einem Drehleiterkorb auf der Trage zu liegen.

Mechanische Reanimation:  Es wurde die Anlage des „Corpuls-CPR“ geübt, einer mechanischen Reanimationshilfe, die auf den Hubschraubern der DRF zur Ausstattung gehört. Integriert in ein komplexes Szenario mussten verschiedene Schwierigkeiten zusammen mit den Besatzungen der Rettungswagen überwunden werden.

Simualtionstraining im RTW: In einem Rettungswagen mussten die Teams Fallbeispiele abarbeiten, wie es auch in der Realität der Besatzungen der Fall ist. Die Teilnehmer wurden dabei gefilmt, um anschließend ein Videodebriefing der Situationen durchführen zu können. Wie im echten Leben waren die RTW-Besatzungen „ersteintreffend“ und die Kollegen des Hubschraubers wurden nachgefordert.

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