
Foto (Archiv): Pfalz-Express
Kandel – „Wir zeigen Gesicht!“ – Unter diesem Motto lädt das Bündnis „Kandel gegen Rechts“ (KgR) auch am 12. September wieder zu einer Protestaktion in Kandel im Stadtkern (Parkplatz gegenüber der Verbandsgemeinde) ein.
Das „Frauenbündnis Kandel“ hat für diesen Tag erneut eine Versammlung angemeldet. Es versuche, sich in der Stadt wieder als Institution zu etablieren, so eine Sprecherin von KgR. Dem wolle man entschieden entgegenwirken. „Zu glauben, dass eine Baustelle (Rheinstraße) die Rechten ein für alle Mal aus Kandel vertreiben würde, diese Hoffnung teilten wir nie.“ Auch wenn bei den beiden bisherigen Kundgebungen des Frauenbündnisses eine rückläufige Teilnehmerzahl zu beobachten gewesen sei (ca. 70 im August nach ca. 100 im Juli); „es ist also noch nicht vorbei.“
Untätig war man bei Kandel gegen Rechts in der Zwischenzeit keinesfalls. „Es gehört zu unserem demokratischen Selbstverständnis, zu unserer DNA, den Rechten nicht das Feld zu überlassen – weder in Kandel noch anderswo“.
Als „gut aufgestellt, handlungsfähig und vor allem auch handlungswillig“ bezeichnet die Sprecherin daher die Stimmung innerhalb des „für alle DemokratInnen offenen“ Bündnisses KgR und lässt sich einen kleinen Seitenhieb in Richtung der Stadtführung nicht nehmen. „Natürlich begrüßen wir die jüngst verabschiedete „Resolution gegen Rechtsextremismus“ des Stadtrates, aus der auch hervorgeht, dass das sogenannte Frauenbündnis Kandel in der Stadt nicht willkommen ist“ erklärt KgR. „Jetzt müssen dieser Absichtserklärung auch Taten folgen!“
Für die Kundgebung am 12.09.2020 habe man alle Fraktionsvorsitzenden des Kandeler Stadtrats zu einem Redebeitrag eingeladen.
„Weitere Radikalisierung in Corona-Krise“
Wie immer in Zeiten einer Krise versuchten reaktionäre Kräfte, für sich Kapital daraus zu schlagen, so KgR weiter. Die teilweise enge Vernetzung der „Corona-Rebellen SÜW/Landau“ mit dem sogenannten Frauenbündnis Kandel seien dabei „personell und inhaltlich deutlich geworden.“
Den „Radikalisierungs-Weg“ gehe das „Frauenbündnis“ auch auf der September-Demo weiter, so KgR. Mit dem nach seinem Ausschluss aus der AfD mittlerweile fraktionslosen Landtagsabgeordneten Jens Ahnemüller sei der nächste Redner mit NPD-Kontakten eingeladen. Bei der Kundgebung im August hatte das Frauenbündnis den mittlerweile aus der AfD geworfenen Stefan Räpple eingeladen, der dann auch noch gegenüber einem Polizeibeamten ausgerastet war.
Nach Kandel eingeladen sei auch der in der rechten Szene bekannte Blogger Carsten Jahn – Protagonist im „Team Heimat“. „Jahn war selbst NPD-Mitglied von 2006-2012 und ist jüngst mit einem Spendenskandal selbst bei vielen sogenannten ´Patrioten´ in Ungnade gefallen“, berichtet die KgR-Sprecherin.
„KgR freut sich über alle, die Gesicht zeigen wollen“
„Den Schwung mitnehmen“ – Nachdem das Motto der August-Demo positiv von den Kandeler Bürgern aufgenommen worden sei und sich viele neue Gesichter auf der Kundgebung eingefunden hätten, möchte KgR daran anknüpfen. „Das Bündnis ruft daher alle DemokratInnen dazu auf, sich dem Protest am 12.9.2020 anzuschließen und Gesicht zu zeigen. Wir haben wieder diverse Redebeiträge und natürlich unseren Infotisch. Ganz besonders freuen wir uns allerdings auf Hans Hruschka“, so KgR. Der bekannte Kandeler Musiker wird das Programm musikalisch abrunden.
Die Kundgebung beginnt um 13:30 Uhr und findet am Parkplatz gegenüber der Verbandsgemeinde statt.
Das Bündnis „WIR sind Kandel“ (WsK) beteiligt sich wieder mit seiner Flaggenaktion am Gegenprotest. Einige Mitglieder wollen dann auch an der KgR-Kundgebung teilnehmen.

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