Montag, 14. Oktober 2019

Kandel: Stadt unterstützt gemeinsame Veranstaltung von „WIR sind Kandel“ und „Kandel gegen Rechts“ – Linke-Antrag nochmals diskutiert

14. März 2019 | 7 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim

Foto: Pfalz-Express

Kandel – Die Stadt will ein gemeinsames Event von „WIR sind Kandel“ und „Kandel gegen Rechts“ unterstützen. Das teilte Stadtbürgermeister Günther Tielebörger (SPD) während der Stadtratssitzung am Donnerstagabend mit.

Die beiden Bündnisse hatten als ein Ergebnis eines Workshops mit Klaus Jensen (Konfliktberater, Ehemann von Ministerpräsidentin Malu Dreyer) am 18. Januar eine gemeinsame Veranstaltung beschlossen.

Soweit bis jetzt bekannt, soll es an Pfingsten ein Fest in der Bienwaldhalle mit Musik und verschiedenen Bands geben. Dafür erlässt die Stadt die Hallenmiete. Man unterstütze das Vorhaben natürlich, sagte Tielenbörger.

1 Euro pro „Frauenbündnis“-Demo-Teilnehmer für Migranten

Skeptischer zeigten sich die Räte zum Antrag der Fraktion Die Linke zur Einrichtung eines Spendenfonds zugunsten von Migrationseinrichtungen, der eigentlich schon am 14. November 2018 im Rat angenommen wurde. Bewegt hat sich bislang nichts – irgendwie schien der Antrag in Vergessenheit geraten zu sein.

Linke-Fraktionssprecher Volker Blatsch erläuterte also nochmals, wie man sich den Spendenfonds vorstellt: „Bei Demonstrationen in Kandel wird für jeden Demonstranten einer rechten Gruppierung ein 1 Euro in einen Fonds eingezahlt.“ Als Grundlage sollen die von der Polizei gemeldeten Teilnehmerzahlen dienen. Das so gesammelte Geld soll eine Institution oder einer Einrichtung für Migranten bekommen. „Die Nutznießer der Spenden wären dann genau diejenigen, gegen die das rechte Spektrum in Kandel demonstriert“, so Blatsch.

Die Demonstranten des „Frauenbündnisses Kandel“ seien doch schon recht stark geschrumpft, meinte Stadtbürgermeister Tielebörger: „Das sind doch nur noch 50 bis 70 Leute.“ Er fragte nach, wer denn den Fonds füllen solle. Jeder, der wolle und der unter dem Demos leide, antwortete Blatsch: „Bürger, Geschäftsleute, Vereine beispielsweise.“ Außerdem gelte es, ein Zeichen zu setzen, denn Kandel sei wegen der rechten Demos in der Außenwirkung mit einem schweren Makel behaftet. Das „Frauenbündnis“ hat inzwischen für den 6. April wieder eine Kundgebung in Kandel angekündigt.

Die SPD hatte Zweifel: „Das wird nichts bewirken, es hält die Rechten nicht vom demonstrieren ab.“ Jutta Wegmann (Grüne) sieht die Idee, die auch in anderen Städten praktiziert wird, positiv und lud Blatsch ein, seine Vorschläge bei einem Treffen von „Wir sind Kandel“-Aktiven einzubringen.

Der Beschluss am Ende der Diskussion: Die Fraktionen des Stadtrats wurden gebeten, sich mit dem Vorschlag zu beschäftigen. (cli).

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7 Kommentare auf "Kandel: Stadt unterstützt gemeinsame Veranstaltung von „WIR sind Kandel“ und „Kandel gegen Rechts“ – Linke-Antrag nochmals diskutiert"

  1. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Wir erinnern uns: Malu Dreyer hat sich nach Mias Tod nahezu ein Vierteljahr lang nicht in Kandel blicken lassen. Beim vermeintlichen rechten Brandanschlag in Bingen, der von einem „rechten Syrer“
    begangen wurde war Dreyer sofort vor Ort …

    Nun hält ihr Ehemann dort immerhin Workshops ab …

    Ebenso einsilbig war ihre Reaktion zum Mord an Susanna: „Der gewaltsame Tod von Susanna erschüttert mich sehr. Meine Gedanken und mein tief empfundenes Beileid sind bei der Familie, ihren Freundinnen und Freunden.“

    Zum Mord an Cynthia liegt bisher KEINERLEI Stellungnahme vor.

    Mutter Courage und ihre Kinder …

    • eliza doolittle sagt:

      wikipedia:
      Dreyer war dann bis Januar 2013 rheinland-pfälzische Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie. Heftig kritisiert durch die Opposition im Landtag Rheinland-Pfalz wurde sie im Zuge der sogenannten „Rodalben-Affäre“. In der südwestpfälzischen Stadt war im November 2003 eine Erzieherin von zwei 16- und einem 17-jährigen Insassen eines Jugendheims erstochen worden. Die Opposition warf der Sozialministerin schwere Versäumnisse bei der Planung und Umsetzung des Projekts „Heimunterbringung statt Untersuchungshaft“ vor und forderte 2004 ihren Rücktritt.

      -> swisscows ch -> malu dreyer rodalben affäre

  2. eliza doolittle sagt:

    die 1-euro-idee finde ich sehr gut. man sollte nur den verwendungszweck noch einmal überdenken: die hinterbliebenn der opfer stehen nach erfolgter „verwerfung“ (mounk) oft auch vor finanziellen problemen (beerdigungskosten uvm.), während die neubürger – verglichen z.b. mit dem einkommen des durchschnittsrentners – eine ausreichende* vollversorgung genießen. oder verlässt man sich da völlig auf den weißen ring ? der wird es schon richten ?

    *
    FAZ
    Höher als Entwicklungshilfe : Migranten überweisen 17,7 Milliarden aus Deutschland 01.07.2018

    #wirsindnichtmehr

  3. Philipp sagt:

    Wieso wird dieser Spendenfonds nicht aus der Parteikasse der Linken gefüllt?
    Die sind wohl stillschweigend davon ausgegangen, dass sie – wie sonst auch üblich – mit dem Geld anderer Leute Propaganda für sich selbst machen können.
    Getreu dem alten sozialistischen Motto: „Was Dir ist, ist mir und was mir ist, geht Dich nichts an!“.

  4. qanon sagt:

    Wenn ich Minsiterpräsident von RLP (…) wäre, dann würde ich durch Postengeschacher auch meine Frau mit AUfträgen versorgen (*).

    Dieser Demonstrationsfonds der Linken zeigt das wir nahe dran sind die Schallmauer der totalen sozialistischen Verdummung zu durchbrechen. Menschen nehmen ihr Recht auf Demonstration wahr. Alle Warnungen sind eingetroffen (u.a. Silvesterpogrom an mehr als 1000 Frauen zu Köln, Kandel, Chemnitz, Worms, Jungfernstieg Hamburg, Freibug, Mia, Ebba, Maria, Syndia,..) und dann werden die Menschen die mahnen, auf Missstände hinweisen noch ins lächerliche gezogen.

    (*) „Die beiden Bündnisse hatten als ein Ergebnis eines Workshops mit Klaus Jensen (Konfliktberater, Ehemann von Ministerpräsidentin Malu Dreyer) am 18. Januar eine gemeinsame Veranstaltung beschlossen.“

  5. Mike sagt:

    Mal gespannt, ob der Kurz bei seiner nächsten Aktion dann auch die Hallenmiete erlassen bekommt, oder ob das auch erst wieder ein Gericht entscheiden muss. Der Stadtbürgermeister lernt wohl nur durch Schmerzen. Oder gar nicht.

    • Niara sagt:

      In diesem Fall hätte das Gericht da gar nichts zu entscheiden, da die explizite Förderung von Organisationen/Vereinen beschlossen wird durch das zuständige Gremium und nicht automatisch jedem Verein zusteht, egal ob jetzt Kleintierzucht oder wie in Kurzens Fall Neurosenpflege. Für´s gespannt sein besteht wenig Anlass, auch wenn Kurz diese Spannung seinen Jüngern gerne vorlegt.

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