
Symbolbild: red
Im Zuge der Zwölften Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz wurden ab dem 2. November Training und Wettkampf im Amateur- und Freizeitsport in Mannschaftssportarten bzw. im Kontaktsport untersagt. Darunter leiden vor allem lokale Fußball- und Sportvereine sowie der gemeinschaftliche Amateursport im Allgemeinen, sagt Matthias Joa, AfD-Kreisvorsitzender, Kreistagsmitglied und Mitglied des Landtags Rheinland-Pfalz.
„Insbesondere die Fußball-Jugendmannschaften sollten umgehend wieder trainieren dürfen. Die Verbote sind nicht mehr verhältnismäßig – ein Ansteckungsrisiko kann im Freiluftsport allgemein weitgehend vermieden werden. Mecklenburg-Vorpommern und Berlin haben im Bereich des Amateursports bereits entsprechende Regelungen für Personen unter 18 Jahren getroffen. Es ist gerade für Heranwachsende enorm wichtig, sich körperlich auszugleichen“, so Joa. Besonders der Mannschaftssport gebe Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihr Immunsystem in der kälteren Jahreszeit zu stärken und die allgegenwärtigen Einschränkungen durch die Pandemie wenigstens für ein paar Stunden zu vergessen.
Kinder und Jugendliche gehörten bekanntermaßen nicht zu den Hochrisikogruppen. Es sei den Hobbysportlern auch nur schwer zu vermitteln, weshalb sie die nächsten Wochen nicht mehr mit ihren Freunden auf dem Platz sein dürften, während beispielsweise den hochbezahlten Profis der 1. und 2. Fußballbundesliga der Trainings-, Wettkampf- und Spielbetrieb abweichend von den übrigen Bestimmungen dieser Verordnung gestattet sei.
Eine absurde Situation entstehe auch dadurch, dass sich die Kinder zwar werktags in volle Schulbusse quetschten und mit Jacken und Decken in kalte und zugige Klassenzimmer setzen müssten, aber auf dem Sportplatz unter freiem Himmel nicht zusammen trainieren dürften.
„Die nun staatlicherseits erzwungenen Einschränkungen belasten die Vereine, welche in den letzten Monaten viel Zeit, Geld und Mühe in Umstrukturierung und die Einhaltung der Hygienemaßnahmen investiert haben, unverhältnismäßig und bringen das aktive Vereinsleben quasi zum Erliegen. Bisherige Trainingserfolge werden zunichte gemacht“, sagt Joa.
Über den Bereich der Kinder und Jugendlichen hinaus solle man genau prüfen, in welchen Außensportarten zumindest der Trainingsbetrieb wieder erlaubt werden könnten. „Der Staat muss die Verhältnismäßigkeit wahren, d.h., er darf nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, Maßnahmen müssen angemessen und erforderlich sein. Wir hoffen hier auch auf die Unterstützung von Landrat Dr. Brechtel, der eine entsprechende Initiative mit benachbarten Körperschaften abstimmen und beim Land mit unterstützen sollte“, so Matthias Joa.
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