
Foto: Marlowe Weingart/ Unsplash
Mit Beginn der Igel-Nachwuchszeit ruft die Untere Naturschutzbehörde zu besonderer Rücksicht im Garten auf.
Vor allem Mähroboter, Motorsensen und andere motorisierte Gartengeräte werden für Igel und ihre Jungen immer wieder zur tödlichen Gefahr.
Zwischen Juni und September bringen Igel ihre Jungen zur Welt. Viele Tiere bauen ihre Nester gut versteckt unter Hecken, Sträuchern oder in naturnahen Gartenecken. Werden sie dort von Mährobotern oder anderen Geräten überrascht, rollen sie sich instinktiv zusammen.
„Die Igel erleiden durch die Geräte teils schwerste Schnittverletzungen, die unbehandelt nahezu immer zum Tod führen“, erklärt Sandra Laqué von der Unteren Naturschutzbehörde. Besonders tragisch: Wird ein Muttertier verletzt oder getötet, haben auch die Jungtiere meist keine Überlebenschance.
Die Naturschutzbehörde appelliert deshalb an Gartenbesitzer, vor dem Mähen Hecken, Gebüsche und hohes Gras sorgfältig zu kontrollieren. Vor allem nachts sollten Mähroboter möglichst nicht eingesetzt werden, da Igel dann auf Nahrungssuche unterwegs sind.
Neben dem Tierschutzgesetz schützt auch das Bundesnaturschutzgesetz den Europäischen Braunbrustigel. Demnach ist es verboten, die Tiere zu verletzen oder ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten zu zerstören.
Wer Igeln helfen möchte, sollte seinen Garten möglichst naturnah gestalten. Laub- und Reisighaufen, Hecken, Holzstapel oder kleine Wasserstellen bieten den Tieren wertvolle Rückzugsorte. Wichtig sind außerdem Durchgänge zu benachbarten Gärten, damit die nachtaktiven Tiere größere Flächen nach Nahrung absuchen können.
Verletzte Igel oder scheinbar verwaiste Jungtiere sollten möglichst fachkundig versorgt werden. Die Naturschutzbehörde empfiehlt, vorab Kontakt zu einer Igelauffangstation aufzunehmen, da viele Einrichtungen ehrenamtlich arbeiten und oft ausgelastet sind.

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