Sonntag, 20. Oktober 2019

Hoffnung für Fachwerkhaus in Jockgrim: Neue Entwicklungen und Lösungsmöglichkeiten

12. Juni 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim
Foto: Pfalz-Express

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Jockgrim – Im Fall des denkmalgeschützten Gebäudes in der Ludwigstraße 20 gibt es eine neue Entwicklung und möglicherweise Bewegung in der Angelegenheit. Das teilte Landrat Dr. Brechtel mit.

Da die Sanierung des Gebäudes wirtschaftlich nicht zumutbar ist, hatten die Denkmalschutzbehörden des Kreises und des Landes den Abriss des Gebäudes in Aussicht gestellt.

Die Kreisverwaltung Germersheim war als Untere Denkmalschutzbehörde bereits frühzeitig aktiv, um in Abstimmung mit der zuständigen Denkmalschutzfachbehörde in Mainz und mit Einbindung der Gemeinde Jockgrim eine möglichst akzeptable Lösung zu erreichen.

Zwischenzeitlich wurde vor Ort der Wunsch geäußert, das Gebäude möglichst zu erhalten. Die Kosten für die Sanierung liegen rund 60.000 Euro über den Kosten eines Ersatzneubaus.

Landrat Brechtel hatte sich mit Lösungsmöglichkeiten schriftlich an die Denkmalschutzfachbehörde, die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE), gewandt. Nun könnte nach Auskunft der GDKE diese Wirtschaftlichkeitslücke geschlossen werden, da das Land bereit ist, die fehlenden 60.000 Euro im Rahmen einer denkmalrechtlichen Förderung zu gewähren.

Allerdings ist die Förderung des Landes und der GDKE mit einer Forderung verbunden, nämlich das Gebäude als Wohnhaus zu erhalten. Das erschwert die Angelegenheit, da der Investor das Wohnhaus in drei Garagen umgeplant und diese Garagen bereits privatrechtlich veräußert hat.

Die Kreisverwaltung Germersheim versucht in dieser Angelegenheit bereits seit Wochen zwischen allen Parteien zu vermitteln und hatte deshalb in der vergangenen Woche zu einem Runden Tisch mit Vertretern der Generaldirektion Kulturelles Erbe und dem Investor der Ludwigstraße 20 eingeladen.

Der Investor ist bereit, das Gebäude mit Hilfe der Landesförderung zu sanieren, allerdings benötigt der Investor aus genannten Gründen weiterhin die drei Stellplätze.

Da sich vor dem Gebäude Ludwigstraße 20 fünf öffentliche Stellplätze befinden, könnte die Lösung sein, dass die Gemeinde dem Investor mindestens drei der fünf Stellplätze veräußert. Laut Aussage des Investors wird er dann das Kulturdenkmal Ludwigstraße 20 als Wohnhaus sanieren und in seiner jetzigen Form bewahren.

Sollte die Gemeinde diese Variante ablehnen, wird der Investor einen Ersatzbau als Garage im Fachwerkstil errichten. Neue Vorschläge dazu wurden von der Kreisverwaltung Germersheim erarbeitet.

Diese Pläne sollen als Alternative mit der Gemeinde und den Anwohnern abgestimmt werden.

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