
Foto: Polizei
RLP – Am Freitag führten die vier Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz erstmals einen länderübergreifenden Fahndungs- und Sicherheits-Aktionstag durch, um die Sicherheit im öffentlichen Raum durch gezielte Kontrollen zu stärken.
Rheinland-Pfalz beteiligte sich mit allen Polizeipräsidien und war mit insgesamt 827 Kräften im Einsatz. Unterstützt wurden die Polizeibeamten der Präsidien durch Beamte der Bereitschaftspolizei, des Zolls, der Bundespolizei und von Ordnungsbehörden und Verkehrsbetrieben.
Die Polizei setzte auf ein ganzheitliches Konzept, um gegen Straftäter vorzugehen. Der Sicherheits-Aktionstag umfasste Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen sowie Identitätsüberprüfungen an bekannten Brennpunkten, im Personennahverkehr und auf Verkehrswegen.
Im Fokus der Maßnahmen stand die Bekämpfung der Straßenkriminalität, insbesondere von Aggressionsdelikten, der Betäubungsmittelkriminalität und von Verkehrsdelikten. Dabei wurden in Rheinland-Pfalz 2.227 Personen überprüft – in 873 Fällen handelte es sich um Kfz-Führer und Berufskraftfahrer. Acht Personen wurden vorläufig festgenommen.
Die Polizei registrierte 196 Straftaten, wobei die Mehrheit auf das „Schwarzfahren“ im Personennahverkehr zurückzuführen ist. Daneben wurden drei Körperverletzungen, sechs Eigentumsdelikte und ein Raubdelikt registriert. Zudem erfasste die Polizei 122 Ordnungswidrigkeiten. Landesweit wurden 45 Haftbefehle vollstreckt und 41 Durchsuchungen durchgeführt.
Im Bereich Verkehr wurden 19 Blutproben entnommen.15 Personen durften ihre Fahrt nicht fortsetzen. Zu technischen Beanstandungen kam es in zehn Fällen.
Raum Ludwigshafen
Im Bereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz waren insgesamt 146 Kräfte im Einsatz. Die Polizei überprüfte 252 Personen, davon 60 Kfz-Führer und Berufskraftfahrer. Die Polizei nahm zwei Personen vorläufig fest.
Insgesamt wurden 128 Straftaten registriert – bei 118 Straftaten davon handelte es sich allerdings um Erschleichen von Leistungen im öffentlichen Personennahverkehr („Schwarzfahren„), was noch immer als Straftat gilt. Zudem wurden 19 Ordnungswidrigkeiten registriert.
Weiterhin konnten 22 Haftbefehle vollstreckt und acht Durchsuchungen durchgeführt werden. Im Bereich Verkehr durfte eine Person ihre Fahrt nicht fortsetzen. Zu technischen Beanstandungen kam es in zwei Fällen.
Raum Kaiserslautern
Im Bereich des Polizeipräsidiums Westpfalz waren insgesamt 120 Kräfte im Einsatz. Die Polizei überprüfte 247 Personen, davon 143 Kfz-Führer. Insgesamt wurden 12 Straftaten und 28 Ordnungswidrigkeiten registriert.
Bei einer Jugenschutzkontrolle in der Mall in Kaiserslautern fiel ein Mann mit aggressivem Verhalten auf. Da er sich an den erteilten Platzverweis nicht hielt und weiterhin durch aggressives Verhalten auffiel, wurde er von den Polizeibeamten unter massivem Wiederstand in Gewahrsam genommen.
Weiterhin wurden zwei Durchsuchungen durchgeführt. Im Bereich Verkehr wurden sechs Blutproben entnommen. Fünf Personen durften ihre Fahrt nicht fortsetzen.
Weitere Kontrollen wurden im Raum Koblenz, im Raum Mainz und im Raum Trier durchgeführt. (red/pol)

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