Samstag, 15. Mai 2021

Germersheim ist Fairtrade-Stadt: Ernennungsurkunde mit Fest auf dem Wochenmarkt gefeiert

9. März 2016 | Kategorie: Kreis Germersheim
Nach zwei Jahren Vorbereitung geschafft: Germersheim wird zur Fairtrade-Stadt ernannt. Fotos: Siegel

Nach zwei Jahren Vorbereitung geschafft: Germersheim wird zur Fairtrade-Stadt ernannt.
Fotos: Siegel

Germersheim – Die Stadt Germersheim ist nun offiziell eine Fairtrade-Stadt und darf ab sofort mit diesem Titel und dem international bekannten Fairtrade Logo werben.

Zeitgleich mit dem internationalen Tag der Frauen, an dem nur fair gehandelte Blumen und Fairtrade-Schokolade an Frauen und Besucher auf dem Nardiniplatz verteilt wurden, feierte die Stadt Germersheim ihre offizielle Ernennung.

Mit Gästen und Besuchern des Wochenmarkts wurde die Ernennungsurkunde feierlich an Bürgermeister Marcus Schaile übergeben.

Zeitgleich boten Schüler der Nardini-Schule selbstgebackene Waffeln und selbstgemachten Apfelsaft aus einem themenbezogenen Schulprojekt an. Eine Schülerschar der Eduard-Orth-Schule umrahmte mit beherzt und schön gesungenen Musikbeiträgen die Feierlichkeiten auf dem Nardiniplatz.

Germersheim Fairtrade-Stadt  apfelsaft

In ihren Ansprachen übertrafen sich die Redner gegenseitig mit Lob und Anerkennung für die geleistete Vorarbeit der Steuerungsgruppe und ihrer Unterstützer in den vergangenen zwei Jahren.

„Es ist wirklich nicht einfach, die fünf strengen Kriterien zu erfüllen, die dazu notwendig sind, eine Fairtrade-Stadt zu werden und das Siegel gibt es nicht für lau“, betonte der Mitgründer der Fairtrade Bewegung, Manfred Holz in seiner Laudatio.

Germersheim die 401. Fairtrade-Stadt in Deutschland und spielt nun in der internationalen Champions-League der Fairtrade-Städte mit, zu denen auch Manchester, Paris, London, Mailand, Madrid und viele andere gehören.

Bürgermeister Marcus Schaile freute sich sichtlich über so viel Lob und bedankte sich ebenfalls bei den Mitgliedern der Steuerungsgruppe und allen Unterstützern.

Er zeigte sich stolz darauf, dass es mit gemeinsamen Anstrengungen möglich wurde, dass Germersheim zu Fairtrade Stadt werden konnte und sagte wörtlich:

„Es war ein langer Weg, mit vielen Gesprächen, Infoveranstaltungen, Aufklärungsaktionen und teils hartnäckigem Nachfragen und es hat bei allen Beteiligten sicherlich eine Menge an Motivation und Durchhaltevermögen gebraucht, um in zweijähriger, vorwiegend ehrenamtlicher Vorarbeit alle Bedingungen zu erfüllen, die dazu notwendig sind, als Fairtrade-Stadt anerkannt zu werden und dann das Fairtrade-Logo tragen und benutzen zu dürfen.“

Germersheim Fairtrade-Stadt Schaile

In den vergangenen zwei Jahren haben sich neben der KJG (Katholische Jugend), Mitgliedern der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde auch die freie Christengemeinde, der ASTA der Uni, die Richard von Weizsäcker Realschule Plus, unsere Geschwister Scholl Realschule Plus, der Südpfalz-Tourismus Stadt Germersheim e.V. und die Lokale Agenda 21 eifrig mitgewirkt und sich für das Gelingen der Aktion eingesetzt.

Zahlreiche Germersheimer Gastronomie-Betriebe, wie das Café Amtsstübl, das Café zum Elefanten, das bei Studierenden besonders beliebte Café Allegro am Königsplatz, die Gaststätte Rhenania und das Café Camino, das Dienstags auf dem Wochenmarkt und am Wochenende an der Rheinpromenade zu finden ist, sind heute Bestandteil des Fairtrade-Angebots in Germersheim.

Aber auch der lokale Handel, allen voran der Markt-Beschicker Uwe Fellendorf mit seinem „Gesund mach mit – durch BIO fit“- Stand auf dem Nardiniplatz. Viele Germersheimer Lebensmittelmärkte und -Ketten (z.B. Penny Markt, Lidl, real Markt, Netto Markt, Kaufland, Aldi) konnten von der Fairtrade-Idee überzeugt und begeistert werden.

„Für uns als Stadt ist die Ernennung zur Fairtrade Stadt eine Ehre und darüber hinaus, wie ich finde, ein echter Image-Gewinn, der einmal mehr zeigt, dass sich die Germersheimer ihrer Verantwortung stellen und auch beim Einkaufen über den Tellerrand hinaus schauen“, führte Marcus Schaile weiter aus.

Die Vorsitzende der Steuerungsgruppe, Martina Großnick, sagte: „Es war ein langer Weg, aber wir haben nicht nachgelassen – waren hartnäckig und zuweilen vielleicht auch ein bisschen lästig, wollten wir doch das Thema nach vorne bringen und letzten Endes erfolgreich sein.“

Germersheim Fairtrade-Stadt  Waffeln

Germersheim Fairtrade-Stadt Schaile 2

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