Mittwoch, 21. Oktober 2020

Germersheim: Bauarbeiten für „KARL´s Quartier“ in Stengelkaserne beginnen

26. Juli 2018 | 1 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

So soll das Wohnquartier später aussehen.
Grafik: pantera

Germersheim – Die Bauarbeiten an der ehemaligen Stengelkaserne in Germersheim sind heute mit dem Spatenstich für das „KARL´s Quartier“ gestartet.

Bis Mitte 2020 errichtet der Projektentwickler pantera AG mit Hauptsitz in Köln in dem denkmalgeschützten Gebäude 87 Wohnungen. Diese umfassen 1 bis 3 Zimmer mit einer Größe von 35 bis 123 Quadratmetern.

Auf dem 25.000 Quadratmeter großen Areal werden zudem 138 Mietwohnungen neu gebaut. Die Größe reicht von 50 Quadratmetern bei 2-Zimmer-Wohnungen bis hin zu 115 Quadratmetern bei 4-Zimmer-Wohnungen. Hinzu kommen 196 Tiefgaragenstellplätze.

„Das neue Wohn-Angebot im Herzen Germersheims ist ein wichtiger Impuls für die Stadtentwicklung. Wir können die Nachfrage derjenigen, die sich neu in Germersheim niederlassen möchten, bei weitem nicht befriedigen“, betonte Bürgermeister Marcus Schaile und lobte pantera als kompetenten Partner.

Damit für die vielen neuen Bewohner auch die notwendige Infrastruktur zur Verfügung steht – etwa beim Verkehr oder den Einkaufsmöglichkeiten – hat die Stadt die Aktion „Aktives Stadtzentrum Innenstadt Germersheim“ gestartet. Dafür ist ein Großteil der Innenstadt als Stadtumbaugebiet ausgewiesen.

Landrat Dr. Fritz Brechtel sieht eine große Bedeutung des Bauvorhabens für die gesamte Region: „Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Landkreises ist es wichtig, dass eine große Kreisstadt wie Germersheim zusätzliche Wohnangebote hat. Das gibt einen Attraktivitäts-Schub über die Grenzen der Stadt hinaus.“

Stefan Ofcarek, Geschäftsführer der pantera-Projektgesellschaft PGS GmbH, sagte, man wolle ein „lebendiges“ Wohnquartier: „Das erreichen wir, indem wir mit unserem Konzept auch bezahlbaren Wohnraum schaffen, insbesondere für junge Familien.“ Mit wechselnden Wohnungsgrundrissen will die pantera AG zudem Passendes für unterschiedliche Nutzergruppen anbieten.

So sollen die Wohnungen aussehen.  Grafik pantera

Änderung des Bebauungsplans wegen Tierschutz und historischer Funde

Zuletzt wurde der Bebauungsplan sowohl für das denkmalgeschützte Gebäude als auch für den Neubau wegen historischer Funde geändert.

Außerdem wurden Ruheplätze des „Großen Mausohrs“, einer besonders gefährdeten Fledermausart, im westlichen Teil des Dachgeschosses gefunden. Die pantera AG hat gemeinsam mit dem Institut für Botanik und Landschaftskunde Karlsruhe und dem auf historische Immobilien spezialisierten Architekturbüro archis ein Konzept aus Ruhe- und Überflugzonen entwickelt. Um das zu erreichen, wurde die Zahl der denkmalgeschützten Wohnungen innerhalb der Festungsanlage um fünf auf 87 reduziert.

Der Neubauteil des Areals wurde gemeinsam mit dem europaweit agierenden Immobilienunternehmen, der Ten Brinke Group „entwickelt“. Bereits im April letzten Jahres hatte dieser die Flächen von der pantera-Gesellschaft PGS erworben. Das Nebeneinander von historischen Gebäuden und Neubauten bringe dem Areal einen ganz besonderen Charme, sagt Kai Engesser, Projektentwickler bei Ten Brinke.

Wegen der jüngsten Planungsänderungen werden im Neubauteil die Gebäude nun statt mit der Längs- mit der Stirnseite zur Straße „An der Stengelkaserne“ geplant. Die Häuser an der Richthofenstraße entstehen jetzt parallel zur Straße.

Damit verbunden bleibt der ursprüngliche unterirdische Verlauf des Flusses Queich bestehen. Nach dieser Klärung wird die Baugenehmigung in Kürze erwartet. (red)

 

 

 

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Ein Kommentar auf "Germersheim: Bauarbeiten für „KARL´s Quartier“ in Stengelkaserne beginnen"

  1. jager sagt:

    Fließen da Anzeigen, wenn Sie so Werbung machen für die Wohnungen?

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