
Der Düsseldorfer Künstler Christian Odzuck präsentiert seinen Entwurf.
Foto: KV GER/aj
Rheinzabern – „Futura Amphoras“ heißt das Gewinner-Kunstwerk des europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs „Kunst am Bau IGS Rheinzabern“.
Einstimmig hatte sich die Jury für den Beitrag des Düsseldorfer Künstlers Christian Odzuck entschieden. Am 9. Mai war die offizielle Preisverleihung. „Im Namen des Landkreises gratuliere ich den Preisträgern herzlich. Das Kunstobjekt ist sozusagen das I-Tüpfelchen auf die Baumaßnahmen an der IGS Rheinzabern“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Buttweiler und dankte allen Beteiligten.
„Futura Amphoras“ überzeugte die Jury unter anderem wegen der Idee, „die Formensprache der Römer in überspitzer und karikierter, futuristischer Form aufzunehmen.“ Auch die durch die Positionierung der Installation entstehenden Wegebeziehungen auf dem Schulgelände und die Komposition insgesamt wurden positiv beurteilt.
Das Kunstwerk bezieht sich auf die Tradition der römischen Terrakotta und umfasst fünf skulpturale Elemente, die auch als Sitzgelegenheit genutzt werden können.
Für Preisträger Christian Odzuck ist Kunst im öffentlichen Raum eine Hauptthemen: „Der entscheidende Punkt ist schließlich: Wie kommt Kunst mit der Gesellschaft in einen Zusammenhang? Dass das Kunstobjekt einen sehr starken Bezug zum Ort hat und von Kindern genutzt werden kann, ist für so einen lebendigen Ort wichtig.“
Das unterstrich auch Sebastian Schöndorf, Lehrer an der IGS Rheinzabern und Jurymitglied: „Künstler und Künstlerinnen leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Es ist schön, dass der Trend dahin geht, Kunst auch im Sinne von sozialer Kunst zu sehen, also Kunst, die unserer Schule und unseren Schülern etwas bietet, das über einen Museumsbesuch hinausgeht.“

Foto: KV GER/aj
Bis das Kunstwerk tatsächlich steht, wird noch etwas Zeit vergehen. Vermutlich im Frühjahr 2024 sollen die per 3D-Druck erstellten Objekte installiert werden.
Zur künstlerischen Ausgestaltung der IGS Rheinzabern wurde ein europaweites Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Fabrice Tesch vom Büro „Hille Tesch Architketen + Stadtplaner“ betonte in seiner Ansprache die hohe Qualität im Teilnehmerfeld. „Der Prozess war spannend, die zehn Arbeiten kamen anonymisiert an. Keiner weiß also, welcher Künstler hinter der Arbeit steht.“
Mehr als 70 Künstlerinnen und Künstler und auch Künstlergemeinschaften hatten sich beworben, zehn davon wurden ausgewählt, einen Beitrag einzureichen. Ende April tagte schließlich das Preisgericht unter dem Vorsitz der Künstlerin Katja von Puttkamer. Den zweiten Platz belegte letztlich der Entwurf von Preis Felix Stumpf aus Berlin, den dritten der Vorschlag von Benjamin Appel aus Leipzig.

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