Dienstag, 25. Februar 2020

Frankreich: Mehrere Festnahmen nach Terror-Anschlag

8. Januar 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Weltgeschehen

Der Verlag von „Charlie Hebdo“, der bereits 2006 bei einem islamistischen Anschlag teilweise zerstört wurde.
Foto: 779px-Charlie_Hebdo_2006-02-08_gendarmes_mobiles_dsc07403/wikimedia

Paris  – Nach dem Terror-Anschlag auf die Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ hat es nach Angaben der französischen Regierung mehrere Festnahmen gegeben.

Mehrere Menschen befänden sich in Polizeigewahrsam, sagte der französische Premierminister Manuel Valls am Donnerstagmorgen im Gespräch mit dem Radiosender RTL. Zur Frage, um wie viele Festnahmen es sich handele, wollte Valls sich nicht äußern.

Nach den beiden Hauptverdächtigen werde weiter gesucht, so der französische Premierminister. „Wir wissen nicht, ob die Männer noch in Frankreich sind oder sich ins Ausland abgesetzt haben.“ Die beiden Hauptverdächtigen seien polizeibekannt gewesen und „wurden somit auch überwacht“, sagte Valls weiter. „Wir stehen einer noch nie dagewesenen terroristischen Bedrohung gegenüber, von innen wie von außen“, betonte der französische Premierminister.

Es sei das Hauptanliegen der französischen Regierung, weitere Terroranschläge zu verhindern. Bei der Attacke auf die Satire-Zeitschrift waren am Mittwochmittag mindestens zwölf Menschen getötet und vier weitere schwer verletzt worden. 

Die Vorwürfe gegen einen 18-Jährigen, der im Verdacht stand, an dem Terror-Anschlag  beteiligt gewesen zu sein, wurden offenbar fallen gelassen. Laut französischen Medienberichten haben sich Mitschüler des jungen Mannes bei der Polizei gemeldet und angegeben, dass der 18-Jährige zum Zeitpunkt des Anschlags mit ihnen in der Schule gewesen sei und somit nicht an der Terror-Attacke beteiligt gewesen sein konnte.

Der junge Mann war am späten Mittwochabend auf einem Polizeirevier erschienen, nachdem er erfahren hatte, dass nach ihm gesucht wurde. Allerdings liege „nichts Belastendes“ gegen ihn vor, schreibt etwa die Zeitung „Le Monde“.

(red/dts Nachrichtenagentur)

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