
Blick vom Eschkopf-Turm (608 m) Richtung Süd über den bislang windradfreien Pfälzerwald.
Foto: W. G. Stähle
Hauenstein (Südwestpfalz). „Die Fraktionssprecher sind sich einig, dass der Status des Biosphärenreservats nicht gefährdet werden darf und die Kommunen einbezogen werden müssen“.
So lautet die Stellungnahme in einer gemeinsamen Mitteilung der Vertreter aller im Rat der Verbandsgemeinde Hauenstein vertretenen Parteien und Gruppierungen.
Deshalb seien alle Fraktionssprecher auch der Meinung, es gelte abzuwarten welche Möglichkeiten es überhaupt zukünftig für die klimaneutrale Stromerzeugung im Pfälzerwald gebe oder geben soll. „Erst dann soll sich der Verbandsgemeinderat Hauenstein damit beschäftigen.“
„Wir haben alle das Urteil des Bundesverfassungsgerichts wahrgenommen und sind uns unserer politischen Verantwortung für den Klimaschutz und für die jüngeren Generationen bewusst“, heißt es weiter.
Deswegen sei man sich einig, bei der aufkommenden Diskussion die jüngeren Mitbürger mit einbinden zu wollen, die als Hauptbetroffene auch gehört werden sollten, so Andreas Wilde (SPD). Politik dürfe sich nicht nur auf die Probleme der Gegenwart beschränken.
Da die Fraktionssprecher bisher noch keine Möglichkeit gehabt hätten, sich mit ihren Fraktionen abzustimmen, könne derzeit noch kein abschließendes Ergebnis mitgeteilt werden.
Hintergrund
In der Verbandsgemeinde Hauenstein und weit darüber hinaus ist es zu einer zunehmend lebhaften Diskussion gekommen, ob im Bereich des Langerkopf (Gemarkung Hofstätten/Wilgartswiesen) Windkraftanlagen errichtet werden können und sollen. (Wir berichteten mehrfach.)
Angestoßen wurde die Debatte Anfang März dieses Jahres durch eine Aussage der Ministerpräsidentin Malu Dreyer, auch im Pfälzerwald gebe es Stellen, wo Windkraftanlagen stehen können, es könne kein Tabu für unsere Wälder geben. (Werner G. Stähle)

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