
400 Meter durch die Luft flog dieser Gastank, der die Größe eines Kleinlasters hatte.
Foto: S5 Presse/red
Harthausen – Der Fall Harthausen wird immer mysteriöser. Nach der schweren Gasexplosion am 29. September auf dem Gelände einer Flüssiggas-Firma scheint Brandstiftung nahezu sicher.
16 Feuerwehrleute, die ursprünglich angerückt waren, um zwei brennende LKW zu löschen, wurden zum Teil schwer verletzt. Acht von ihnen liegen noch immer im Krankenhaus, zwei davon müssen nach wie vor auf der Intensivstation behandelt werden.
Die Detonation war bis in die Südliche Weinstraße und nach Ludwigshafen zu hören, in Harthausen bebten die Häuser und barsten Fenster.
Die Polizei überprüft derzeit einen Verdächtigen – weitere Auskünfte dazu sind momentan nicht verfügbar.
Der Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises, Clemens Körner, sagte, man sei nach wie vor geschockt – wie ein Mensch auf die Idee komme, so etwas zu planen und auch umzusetzen, sei unvorstellbar. Man sei nahe an einer Katastrophe vorbei geschlittert.
Der Landrat erhebt gravierende Vorwürfe gegen den Betreiber der Firma. Dieser habe lediglich eine Genehmigung für das Lagern der Tanks mit einer sehr geringen Menge Restgas gehabt. In Wahrheit lagerten dort etwa 100.000 Liter. Es sei nicht auszuschließen, dass mit Gas gefüllte Tanks noch immer auf dem Gelände lägen, so Körner. Jedoch seinen die explodierten LKW genehmigt gewesen.
Stefan Zöller von der Feuerwehr Dudenhofen schilderte, dass die beteiligten Feuerwehrleute das Erlebte und die Bilder noch immer im Kopf hätten. Man werde aber gut betreut, versicherte Zöller: „Wir müssen das Stück für Stück abarbeiten.“ (cli)

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