
Gasexploion in Harthausen – noch immer tritt an verschiedenen Stellen Gas aus.
Fotos: S5 Presse/Bader
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Harthausen – Nach der schweren Gasexplosion in Harthausen am 28. September ergeben sich am Tag danach noch immer kritische Gefahrenschwerpunkte an der Einsatzstelle.
Lesen Sie hierzu auch: Harthausen: Gasexplosion war vermutlich Brandstiftung – 16 Verletzte – Gemeinde vollständig evakuiert
Gasexplosion in Harthausen: Situation entspannt sich
Ein Gastank auf dem Gelände der Firma hat noch immer ein Leck, das bisher nicht abgedichtet werden konnte.
Durch die Explosion wurde ein weiterer Gastank von dem Firmengelände auf den angrenzenden Acker geschleudert. Aus diesem tritt derzeit noch Gas aus. Die Werkfeuerwehr der BASF arbeitet mit einer mobilen Fackel, über die das austretende Gas kontrolliert verbrannt werden soll. Das kann mehrere Stunden dauen.
Ein weiterer Tank war in eine Lagerhalle neben direkt anschließender Wohnbebauung in 400 Meter geschleudert worden. Er durchschlug die Hallenwand und mehrere Hochregale und kam an der Hallenaußenwand wieder zum stehen – offenbar ist dieser Gastank keine Gefahr mehr.
13 Feuerwehrleute liegen noch immer in den umliegenden Krankenhäusern, drei davon auf der Intensivstation. Lebensgefahr besteht jedoch nicht.
Wie lange die Räumung von Harthausen noch andauert muss kann derzeit noch nicht abgesehen werden. Zur Betreuung der betroffenen Bürger wurde die Ganerbhalle in Dudenhofen durch die Hilfsorganisationen eingerichtet und als Sammel- und Betreuungsstelle betrieben. Am gestrigen Abend hielten sich ca. 180 betroffene Bürger dort auf, von denen aber keiner die Übernachtungsangebote in Anspruch genommen hatte. Alle kamen offenbar bei Freunden, Verwandten oder in Hotels und Pensionen unter. In der Nacht hatten Polizisten die leer stehenden Häuser bewacht. Der Ort ist noch immer an allen Zuängen abgeriegelt – es gibt kein Durchkommen.
Aus den auf dem Gelände abgestellten LKW ist teilweise Diesel ausgelaufen, das zusammen mit dem eingesetzten Schaummittel zurückgehalten wird. Die Untere Wasserbehörde ist informiert und auch vor Ort, ebenso Vertreter der Struktur- und Venehmigungsdirektion Süd, sowie der ADD in Trier.
Momentan können keine Angaben zu dem Schadensausmaß und der Ursache gemacht werden, da die direkte Örtlichkeit noch nicht durch die Polizei betreten werden kann. Vermutet wird jedoch Brandstiftung (wir berichteten).
Zurzeit sind rund 450 Kräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes, der Polizei und des THW eingesetzt. Die Polizei ist mit Einsatzkräften aus dem gesamten Präsidiumsbereich, sowie den Nachbarpräsidien und den angrenzenden Bundesländern im Einsatz. Neben den Verkehrsmaßnahmen, der Räumung wurden auch umfangreiche Maßnahmen zur Eigentumssicherung der verlassenen Wohn- und Geschäftsgebäude von diesen durchgeführt. (red)

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