Kandel – Nach jahrelangen Diskussionen um Zeitrahmen, Container-Unterkünfte und Kostenbeteiligung der Verbandsgemeinde geht es mit dem Neubau an der IGS Kandel einen Schritt voran.
16 Architekturbüros aus dem gesamten Bundesgebiet seien am Donnerstag zum Kolloquium des Architektenwettbewerbs erscheinen, teilte Landrat Dr. Fritz Brechtel mit.
Vor Ort konnten schauten sich die Teilnehmer die Gegebenheiten an und besprachen Details der Ausschreibung. „Die häufigsten Fragen wurden zum Raumprogramm mit Unterrichtsflächen und Mensa, Freiflächenplanung und zu den Wegeführungen gestellt“, berichtet Baudezernent Michael Gauly.
Die Kreisverwaltung Germersheim hatte den europaweiten Architektenwettbewerb zum Neubau der IGS Kandel Ende Oktober im Europäischen Amtsblatt bekannt gegeben. Im Bewerbungszeitraum von vier Wochen hatten daraufhin 50 Büros aus Österreich, Deutschland und Luxemburg ihre Unterlagen eingereicht.
Letztendlich wurden 25 Büros ermittelt, die zur Wettbewerbsaufgabe eingeladen wurden. Auswahlkriterien waren berufliche Qualifikation, Haftpflichtversicherung, Umsatz, Führungskräfte, Organisationsschema oder Referenzen. Drei hätten jedoch in der Zwischenzeit abgesagt, so Gauly.
Neben dem Abriss des maroden Altbaus steht die Planung des Ersatzneubaus in einer Größenordnung von rund 3.000 Quadratmetern Hauptnutzfläche an. Dazu kommen soll eine Mensa mit Küche und Ganztagesräumen mit rund 400 Quadratmetern.
Der Ersatzneubau soll mit dem 1999 errichteten Bestand eine sinnvolle und wirtschaftliche Schule bilden, so der Erste Kreisbeigeordnete Dietmar Seefeldt. Auch auf umweltgerechte Bauweise und den „ökologischen“ Wert soll geachtet werden.
Für Preise und Anerkennungen stehen insgesamt 75.000 Euro netto zur Verfügung. Die Wettbewerbsbeiträge sollen bis März 2017 vorliegen. Diese werden von einem Preisgericht, das aus Architekten und Landschaftsplanern besteht, ausgewertet und prämiert.
„Eines der prämierten Entwürfe und Modelle bekommt dann den Auftrag. Danach kann die konkrete Planung zum Neubau der IGS Kandel beginnen“, so Landrat Brechtel. (red/cli)

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Mir wäre ein Bauingenieur Wettbewerb lieber. Da kommt dann eher etwas passendes, preiswertes und praktikables ohne Schnickschnack heraus.
Wenn ich mir heute die Holzfassade des Neubauteils der IGS ansehe, dann frage ich mich, wie das wohl in 10 Jahren aussehen wird, wenn das Holz völlig morsch sein wird. Aber war super Hip, als es neu war…