Sonntag, 21. April 2019

Erster Wasserstoffzug iLint in Ludwigshafen – SÜW-Landrat Seefeldt dabei

29. Januar 2019 | 17 Kommentare | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Ludwigshafen, Regional

Wasserstoffzug iLint
Fotos über KV SÜW

Ludwigshafen/SÜW – Am Dienstag wurde der weltweit erste Wasserstoffzug iLint von Alstom in Ludwigshafen vorgestellt.

Der Landrat der Südlichen Weinstraße, Dietmar Seefeldt, hat sich den neuen Brennstoffzellen-Triebwagen angeschaut und an der kurzen Pendelfahrt nach Mannheim teilgenommen.

„Es ist grundsätzlich vorgesehen, im Pfalznetz schrittweise ab Dezember 2023 lokal emissionsfreie Fahrzeuge einzusetzen, denn es wäre wenig zielführend, Fahrzeuge mit einer Lebensdauer von rund 25 bis 30 Jahren zu beschaffen, die weiterhin mit Diesel angetrieben werden“, äußerte sich Seefeldt.

Bei den zwei denkbaren Varianten Wasserstoff oder Batterien/Oberleitungen sei der Einsatz von „Elektrifizierungsinseln in Kombination mit batterieelektrischen Fahrzeugen“ neben der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnik eine Möglichkeit für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf (noch) nicht elektrifizierten Strecken.

Derzeit untersucht die Universität Dresden im Auftrag des Zweckverbands alle denkbaren Antriebsformen mit dem Schwerpunkt lokal emissionsfreie Antriebe. Seefeldt: „Der Einsatz von Wasserstofffahrzeugen im Pfalznetz würde bei einer späteren Elektrifizierung der Strecke Neustadt – Wörth (-Karlsruhe) aus Sicht des Personenverkehrs keinen Sinn machen, da Wasserstofffahrzeuge keinen Fahrdraht benötigen.“

Zwar sei der generelle Vorteil von Wasserstoff, dass es ein fahrzeugübergreifendes Antriebsmittel ist, dem entgegen würden aber die hohen Kosten des Zuges im Vergleich zu den anderen Zugantriebsvarianten stehen. „Darüber hinaus kommt reiner Wasserstoff in der Natur nicht vor, sondern muss mit hohem Energieaufwand aus Verbindungen wie Wasser gelöst werden.“

„Grüner Wasserstoff‘ entstehe erst, wenn das Gas allein mit dem Einsatz regenerativer Energien erzeugt werde. „Vor allem die Windenergie-Branche setzt große Hoffnungen in das Power-to-Gas-Verfahren, bei dem Wasser mit Hilfe des Windstroms in Sauerstoff und speicherbaren Wasserstoff aufgespalten wird“, so Seefeldt.

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17 Kommentare auf "Erster Wasserstoffzug iLint in Ludwigshafen – SÜW-Landrat Seefeldt dabei"

  1. Demodkrat sagt:

    Die Nutzung von Wasserstoff ist nichts neues und birgt auch Risiken. Das Gemisch ist sehr reaktionsfreudig wie sich beim Absturz des Zeppelins „Hindenburg“ zeigte.
    Die Wasserstoffgewinnung ist sehr kostenintensiv und wenig umweltfreundlich.
    Daher ist es besser und billiger gleich ans Stromnetz zu gehen und genau da liegt die Zukunft!

  2. Helmut Hebeisen sagt:

    Die AfD und ihre Schreiberlinge leugnen ja den Klimawandel, so wie ihr amerikanisches Vorbild Trump, aber vielleicht sollten sich diese Herren, die sich im Normalfall eh nur mit Flüchtlingen und Ausgrenzung befassen auch mal über den Tellerrand hinausschauen und auch mitbekommen, dass Wasserstoff auch aus Windkraft gewonnen werden kann.

    • Steuerzahler sagt:

      Dem Herrn Hebeisen sind die Bilder wohl zu blau. Gestützt auf weitere, von ihm verfasste „Kommentare“, erhärten sich die Hinweise, daß dieser Herr unter einer akuten AfD-Phobie leidet. Erfahrungsgemäß ist diese Krankheit nur durch Selbsterfahrung oder längeres Nachdenken heilbar.

      • Helmut Hebeisen sagt:

        Hey Steuerzahler, ist es wirklich eine Phobie ? Die Geschichte lehrte uns doch, als Krankheit würde ich es nicht bezeichen, eher als eine demokratische Pflicht, sich gegen diese Politik der Ausgrenzung und vor allem gegen diese Politik der Dummheit ! entgegenzutreten !

      • Demodkrat sagt:

        Kann Ihnen nur zustimmen.

      • Philipp sagt:

        Der Name „Hebeisen“ deutet auf eine Brechstange oder ein Brecheisen (Wikipedia) hin.
        Die Gruppe, die dieses Werkzeug einsetzt, genießt nicht den besten Ruf: Argumentation mit der Brechstange gibt es vor allem dort, wo die Argumente jeder Logik und Rationalität widersprechen!
        Man kann „Hebeisen“ aber auch als ein Eisenwerkzeug zum heben ansehen: Das könnte auf eine Beißzange hindeuten, die gerne von bestimmten Personen benutzt wird, um die Hosen anzuziehen.
        Sei es wie es sei: Wenn dieser „Nickname“ auch außerhalb des PEX-Kommentarbereichs Programm ist, bedeutet das für Demokratie und Gesellschaft nichts Gutes!

        • Winston sagt:

          Leute wie Herr Hebeisen sind die Gewähr, dass uns auch künftig die Gedenktage nicht ausgehen.

          • Helmut Hebeisen sagt:

            Vor 86 Jahren wurde Hitler Reichskanzler – ganz legal, getragen vom Frust im Land und seiner Propaganda.
            Vier Wochen später stand das erste KZ.
            Sieben Wochen später war das Parlament entmachtet.
            Sechs Jahre später begann der Weltkrieg.
            Die Lehre bleibt klar: wehret den Anfängen!

          • Philipp sagt:

            Nachdem sich die Faschisten beim „Demokratiefest“ in Wörth ja so schön dokumentiert zu erkennen gegeben haben, sollte jedem klar sein, was von so einem Mob nach einer Machtübernahme zu erwarten wäre.
            Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat ja sicher schon die Listen vorbereitet, so dass die Maßnahmen heute noch viel schneller durchgeführt werden könnten als 1933.
            Ich bin dafür, den 19.Januar als Gedenktag zu etablieren – „die maskierten Faschisten zeigen ihr wahres Gesicht!“.

  3. Besserwisser sagt:

    Wenn Landau an das VRN-S-Bahnnetz schnell angeschlossen werden will, dann sind Insellösungen mit Wasserstoff und E-/ E-Hybrid die falsche Lösungen.
    Es muss schnellstens eine Oberleitungselektrifizierung geschaffen werden. Jede E-Hybrid-Bahn kostet 1.1 Mio Euro mehr als ein Elektrotriebwagen, d.h. für 20 Bahnen allein für die Strecke Neustadt sind dies 22 Mio Euro Mehrinvest. Jeder Kilometer Fahrleistung kostet bis zu 36Cent mehr. Das gesamte Pfalznetz benötigt ca. 60 Bahnen, also 66 Mio. Euro Mehrinvest.
    Und das Laden unter einer Stromschiene bedeutet Wartezeit. Das angebliche Laden in 7 Min. unter dem Fahrdraht bedeutet bei km 100 12km OL-ELEKTRIFIZIERUNG.
    Was passiert, wenn diese Bahnen aus Brandschutzgründen nicht in die Karlsruher Bahnhofshalle fahren dürfen?

    • Demodkrat sagt:

      Das alles noch mit sauberem Strom und die Region hätte einen wertvollen, nachhaltigen Beitrag für unsere Umwelt geleistet.

      • Winston sagt:

        Und wem haben Sie den (Produktions-)Dreck zugedacht?

      • Philipp sagt:

        Laut Agorameter wären da wohl am 25.01.2019 einige Züge ausgefallen, auch wenn in Philippsburg noch ein Block mit CO2-freiem Strom am Netz ist.
        Oder wird man dann beim Einsteigen darauf aufmerksam gemacht, dass die jeweilige Fahrt – leider leider – mit bösem Kohlestrom durchgeführt wird und jeder, der das nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, mit dem bereitgestellten Dieselbus fahren darf?

        • Familienvater sagt:

          Nein! Der Diesel ist abgeschafft!

          Dafür erpresst der rot-grüne Blockwart „Chariermeisel“ von den zur Mitfahrt gezwungenen Fahrgästen einen Ablaß.

          Dieser ist abhängig von der Parteizugehörigkeit und wird als Verschutzungsablass vom Doppelten bis Vierfachen des früheren Fahrpreises, aus der Zeit vor der Machtergreifung der Anhänger der orwellesken Klimareligion (als die Menschen noch selbst denken durften), festgesetzt.

  4. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    Wie auch beim Auto ist die Brennstoffzellentechnik zu aufwändig und hat mit dem hochflüchtigen H2 und fehlenden Tankstellen keine Chance gegenüber der stark-wachsenden Akkutechnik.

    Daher kann man sich diesen Ausritt sparen.

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