Dienstag, 11. Dezember 2018

Eine begeisternde Dimension der Chormusik: Rockchor Speyer lässt die Halle beben

18. Mai 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Kultur, Regional

Rocken bis die Puste ausbleibt: Joe Völker mit seinem Rockchor.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Herxheim – Das Herxheimer Publikum rockte, schwelgte in Erinnerungen und genoss eine mitreißende Musik: Der Rockchor Speyer sorgte in der nicht ganz gefüllten Festhalle am Samstag für eine tolle Stimmung.

„Wir wollten eine Veranstaltung machen, zu der auch Publikum kommt, das wir mit unseren Veranstaltungen sonst nicht erreichen“, sagte Thomas Merz vom Herxheimer Verein Interkunst.

Und das ist dem Verein wirklich gelungen. Der Rockchor ist es gewohnt, vor ausverkauften Häusern zu spielen. Dass dies in Herxheim nicht der Fall war, ist wahrscheinlich einigen Parallelveranstaltungen in der Region geschuldet.

Wie auch immer, man sieht es, hört es und fühlt es, dass die Rockchoristen sehr viel Spaß daran haben, außergewöhnliche Musik zu machen. Viele Zuhörer fühlten sich an alte Zeiten erinnert – Pink Floyd, Jethro Tull, Kiss, Queen – die ganz Großen der Großen der damaligen Zeit ließ der ganz in schwarz gekleidete Chor wieder auferstehen.

Mit den beiden Rockchorprojekten „World of Queen“, 2008 und Legends of Rock (2008) wurde der Grundstein für diesen Chormusikzweig gelegt, mit Vollblutmusiker Joe Völker wurde der optimale Chorleiter gefunden. Er hat mittlerweile für den Chor 40 Songs arrangiert.

„Die Proben machen viel Spaß und unterscheiden sich nicht von denen anderer Chöre“, erzählt in der Pause eine junge Sängerin. Der Chor probt übrigens in Speyer, die Sänger kommen aus der ganzen Region, bis zu 90 Kilometer weit.

Der Chor (an diesem Abend stehen cirka 90 Sänger auf der Bühne), wird von einer eigenen Band begleitet: das sind Peter Götzmann am Schlagzeug, Gerald Sänger, Gitarre, Barny Hoffmann, Bass, Keyboarder Peter Antony und Petra Erdtmann, Querflöte.

„Africa“ von Toto wird mit einem kleinen „Gewitter-Hörspiel“ eingeleitet. Dann folgt ein Rock-Highlight nach dem anderen. „I want it all“ von Queen, „For you“ von Springsteen, Black Velvet (Alana Myles),  „I was made for loving you“ (Kiss), The Night Owls (Little River Band), Proud Mary und Locomotive Breath bilden den ersten Teil des Konzerts.

Joe Völker erzählt dazwischen Einiges zum Repertoire, zu Chor, Band und Probezeiten: dienstags 20 bis 22 Uhr im Pfarrsaal von St. Konrad.

Von Petra Erdtmann, dem weiblichen Ian Anderson werden die Zuhörer regelrecht von den Stühlen gerissen. Hatte Anderson doch mit seinem unnachahmlichen Sound die Querflöte als Rockinstrument etabliert. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, eben diesen speziellen Sound widerzugeben, was Petra wunderbar mit Jethro Tulls Locomotive Breath, oder Jethro Tulls Interpretation von Bach´s Bouree (vom „Ba-Rock zum Rock“) gelang.

Spärisch-geheimnisvoll wird es nach der Pause mit „Time“ von Pink Floyd. Ein starker Kontrast mit klopfendem Beat-Rhythmus kommt danach „Since you been gone“ von Rainbow (1979).

Das schon erwähnte Bouree, gefolgt von der größten Hymne der Rock-Geschichte „Stairway to Heaven“. Dieser acht minütige Titel von Led Zeppelin erschien nie als Single, erzählt Völker.

Knockin on Heaven´s door, von Bob Dylan 1973 geschrieben und von Guns´n Roses 91 neu performed und Highway to hell, ein ACDC-Klassiker: das Publikum klatscht begeistert mit.

Das offizielle Konzertprogramm ist beendet und doch nicht, denn natürlich gibt es noch Zugaben. Mit „Smoke on the water“ von Deep Purple, „Long Train running“ (Doobie Brothers) und „Hallelujah“ von Leonard Cohen verabschiedet sich ein außergewöhnlicher Chor der Extraklasse, den man hoffentlich bald mal wieder in der Region begrüßen darf. (Video 1= Proud Mary, Video2= Buree). (desa)

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