Die Anbindung der K6 / B9 wird im Sinne der betroffenen Gemeinden weiter geplant. Im Zuge des Deichbaus des Extremhochwasserreserveraums „Hördter Rheinauen“ sollen laut SGD Süd zwei Straßenvarianten für den Baustellenverkehr (mit bis zu 1000 LKW pro Tag) in der Planung weiter verfolgt werden.
Solidarisch hatten sich die Ortsbürgermeister Matthias Schardt (Leimersheim), Emil Heid (Neupotz) und Roland Eiswirth (Kuhardt) und Ortsbeigeordneter Max Frey (Hördt), unterstützt von Landrat Dr. Fritz Brechtel, Bürgermeister Reiner Hör (VG Rülzheim), Bundestagsabgeordnetem Dr. Thomas Gebhart und Landtagsabgeordnetem Martin Brandl an die Wasserwirtschaft der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd gewandt. Die von ihnen gewünschte Trasse bringe der Region viele Vorteile gegenüber den diskutierten Alternativen, hieß es.
Eine Trasse im Norden von Hördt entlang des Spiegelbachs entspricht genauso den Vorstellungen der CDU wie die geplante direkte Anbindung der B9 südlich von Kuhardt über zwei schon existierende landwirtschaftliche Brücken und vorhandene Wege.
Sie folge der von den Anliegergemeinden und Abgeordneten gemeinsam befürworteten Trasse: „Dass die Anbindung nun auf einer Trasse realisiert werden soll, die vor Ort gewünscht ist, ist für die Anliegergemeinden positiv“, so Gebhart. Die Entlastung der Ortslagen vom Baustellen- und damit auch vom Kiesverkehr sei das wichtigste Ziel der gemeinsamen Initiative.
Das gemeinsame Vorgehen der Betroffenen und die zusätzliche Unterstützung der CDU-Abgeordneten sei ein ganz starkes Signal gewesen, ergänzt Matthias Schardt. „Ein gutes Beispiel, dass Einigkeit eben doch stark machen kann.“ (red)
Hintergrund:
Das Land Rheinland-Pfalz beabsichtigt, zwischen Leimersheim, Hördt und Germersheim im Bereich der Hördter Rheinaue einen zusätzlichen Reserveraum für Extremhochwasser einzurichten, welcher den vorsorgenden Hochwasserschutz für die Unterlieger beträchtlich erhöhen wird. Aktuell haben in diesem Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Sondernheimer Pumpwerk die ersten Arbeiten zur Erhöhung des Rheinhauptdeiches zwischen Leimersheim und Sondernheim begonnen. In den nächsten Jahren sind im Zuge der Realisierung des Gesamtkonzepts weitere, deutlich umfangreichere Deichbaumaßnahmen erforderlich. Neben der Erhöhung des Rheinhauptdeiches wird im rückwärtigen Bereich ein zusätzlicher Deich zwischen Leimersheim, Kuhardt und Sondernheim entstehen.
Geplanter Baubeginn dieser Arbeiten ist 2015. Die Dauer der Bauzeit des Erdbaus wird auf 4-4,5 Jahre geschätzt, die Bauzeit des Vorhabens einschließlich der begleitenden Bauwerke und Maßnahmen auf ca. 6-7 Jahre. Es werden rund 1,3 Mio m³ Erdmassen angeliefert, die mittlere Einbauleistung beträgt ca. 2 000 m³ pro Tag, dies entspricht ca. 160 LK-Zufahrten täglich bzw. 320 LKW-Fahrten pro Tag hin und zurück. Bei Spitzenbelastungen wird mit bis zu 500 Zufahrten pro Tag bzw. 1000 LKW-Fahrten hin und zurück gerechnet. Das Erdmaterial wird voraussichtlich auf dem Landweg von der B9 an die Baustelle transportiert werden müssen.

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