Samstag, 23. Januar 2021

Das städtische Gebäudemanagement als Wohnungsbauer: Zehn Wohnungen im Guldengewann im Dezember bezugsfertig

OB Hirsch: „Haben nicht nur preiswerten, sondern auch äußerst attraktiven Wohnraum geschaffen“

25. November 2020 | Kategorie: Landau

Freuen sich über die gelungene Nachverdichtung im Landauer Guldengewann: OB Thomas Hirsch, GML-Werkleiter Michael Götz und GML-Dezernent Lukas Hartmann (v.l.n.r.).
Quelle: Stadt Landau

Landau. Zum 1. Dezember 2020 können in der Straße Im Guldengewann in Landau zehn neue Wohnungen bezogen werden.

Das Besondere: Es handelt sich um das erste städtische soziale Wohnbauprojekt seit der Umwandlung des Bürgergrabens im Jahr 1989.

Einen „Meilenstein auf dem Weg zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in unserer Stadt“, nannte Oberbürgermeister Thomas Hirsch folgerichtig das Projekt beim jüngsten Vor-Ort-Termin. Das städtische Gebäudemanagement (GML) errichtet seit Sommer vergangenen Jahres auf einem eigenen Grundstück im Guldengewann in der Südstadt ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen und ein Doppelhaus mit zwei Wohnungen.

Noch stehen letzte Arbeiten aus; die endgültige Fertigstellung etwa der Außenanlagen ist aber noch in diesem Jahr geplant.

„Die Bedeutung dieses Projekts kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, verdeutlicht Stadtchef Hirsch. Mehr als 20 Jahre lang sei in Landau über die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft diskutiert worden; nun sei es dank des Einstiegs des GML gelungen, nicht nur preiswerten, sondern auch äußerst attraktiven Wohnraum zu schaffen.

„Trotz Corona: Wir wollen die Stadt weiter mit Maß und Ziel, nachhaltig und zukunftsorientiert sowie am Bedarf ausgerichtet entwickeln. Dazu zählt neben dem Kampf gegen den Klimawandel, dem weiteren Ausbau der sozialen Infrastruktur und der Gestaltung einer zeitgemäßen Mobilität ganz besonders auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für die Menschen in unserer Stadt.“

Der OB ist sich mit GML-Dezernent Lukas Hartmann, GML-Werkleiter Michael Götz und Architekt Uwe Knauth einig: Die beiden neuen Häuser fügen sich hervorragend in die umliegende Bebauung ein und sind so auch ein gutes Beispiel für eine gelungene Nachverdichtung.

Die besondere Bauweise – relativ hoch auf vergleichsweise kleiner Fläche – kennt man beispielsweise aus den Niederlanden, kommt in Rheinland-Pfalz jedoch (noch) nicht häufig vor.

Die zehn entstandenen Wohnungen sind zwischen 45 und 88 Quadratmetern groß und bestehen aus zwei, drei bzw. fünf Zimmern plus Küche und Bad.

Alle wurden in Massivbauweise errichtet, sind hell und freundlich und verfügen über eine Fußbodenheizung, Balkone sowie große, dreifach verglaste Fenster. Acht Wohnungen sind barrierefrei zugänglich und damit auch altersgerecht.

Relativ hoch auf vergleichsweise kleiner Fläche: Eines der neuen Häuser im Landauer Guldengewann.
Quelle: Stadt Landau

Alle Wohnungen wurden bereits vermietet. An wen? „Wir bauen auch für die Mitte der Gesellschaft“, machen Hirsch und Hartmann deutlich.

Wer in eine städtische Wohnung einziehen möchte, muss dafür im Besitz eines Wohnberechtigungscheins sein.

„Wir achten bei der Schaffung von Wohnraum darauf, was auch tatsächlich gebraucht wird: Kleine Wohnungen für Alleinstehende oder Alleinerziehende sowie größere für Familien mit Kindern“, betont GML-Dezernent Hartmann.

Die Gesamtkosten für das Wohnprojekt im Guldengewann belaufen sich auf rund 2,23 Millionen Euro. Mit einem ISB-Darlehen in Höhe von 1,2 Millionen Euro und einem Tilgungszuschuss von 323.000 Euro hat das Land Rheinland-Pfalz über die Investitions- und Strukturbank den Neubau gefördert.

„Wir wissen jetzt, wo wir stehen und orientieren uns für folgende Projekte an diesem ersten, gelungenen Wurf“, zieht GML-Werkleiter Michael Götz ein positives Fazit.

Sein Blick geht bereits in die Haardtstraße. Hier sollen im kommenden Jahr rund 40 neue städtische Wohnungen entstehen, davon 70 bis 80 Prozent sozialer Wohnraum. Baubeginn soll in der zweiten Jahreshälfte sein.

Hell und freundlich: Im Landauer Guldengewann sind zehn neue bezahlbare Wohnungen entstanden.
Quelle: Stadt Landau

 

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