Mittwoch, 19. Februar 2020

Erweiterung der Grundschule Süd in Landau in vorgefertigter Holzmodulbauweise – Neue Unterrichts- und Betreuungsräume, Bibliothek und Mensa nach den Herbstferien 2019 bezugsfertig

25. April 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Landau, Regional

Vorfreude auf den neuen Bau: Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Schulleiterin Andrea Moser, GML-Werkleiter Michael Götz und Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron (v.l.n.r.) beim Vor-Ort-Termin auf dem Gelände der Grundschule Süd.
Foto: ld

Landau. Fast alle Landauer Grundschulen werden in den kommenden Jahren Zuwachs bei den Schülerzahlen verzeichnen. Das legen die aktuellen Einwohnermeldedaten und die darauf basierenden Prognosen für die Einschulungen nahe. Die Stadt Landau mit ihrem Gebäudemanagement reagiert auf diese Entwicklung und konnte vor wenigen Wochen in Dammheim die erste Schulerweiterung erfolgreich abschließen. Auch die Arbeiten an der Grundschule Süd haben bereits begonnen. Hier entstehen in einem Erweiterungsbau u.a. zwei Klassenzimmer, zwei Betreuungsräume, ein Bibliotheksraum, eine Mensa und eine Küche.

Oberbürgermeister Thomas Hirsch, zu dessen Zuständigkeitsbereich das städtische Gebäudemanagement (GML) gehört, verschaffte sich jetzt gemeinsam mit Bürgermeister und Schuldezernent Maximilian Ingenthron vor Ort einen aktuellen Eindruck vom Baufortschritt. „Das GML hat in den vergangenen Jahren vor allem Sanierungen und Modernisierungen an unseren Schulen durchgeführt – und dreht mit den ersten Erweiterungen nach vielen, vielen Jahren jetzt ein ganz großes Rad“, macht der Stadtchef deutlich. Mit den Erweiterungen der Grundschulen Dammheim und Süd sowie den für 2020 geplanten Erweiterungen der Grundschulen Thomas Nast und Wollmesheimer Höhe stelle die Stadt Landau frühzeitig die Weichen für die Entwicklungen der kommenden Jahre und schaffe das notwendige bauliche Umfeld für ein gutes Lernen und Lehren an ihren Schulen, so Hirsch.

Schuldezernent Dr. Ingenthron betont die gute Zusammenarbeit mit dem GML und den Schulen bei der Mammutaufgabe Schulerweiterung. „Mit den baulichen Erweiterungen unserer Grundschulen setzen wir zentrale Empfehlungen aus dem Schulentwicklungsplan um. Wir sind gut vorbereitet und arbeiten als Schulamt eng mit dem GML zusammen, um jeweils möglichst maßgeschneiderte Lösungen zu finden“, so Dr. Ingenthron, der angesichts der jüngsten Erweiterung auch auf das besonders ausgeprägte Profil der Grundschule Süd verweist. „Die mit 18 Jahren noch recht junge Schule unter der Leitung von Andrea Moser wird derzeit von knapp 200 Schülern besucht – und hat sich ein ausgezeichnetes Renommee erworben, u.a. als Schwerpunktschule, Ganztagsschule und als eine von nur sieben Preisträgerinnen bundesweit beim Deutschen Schulpreis 2010.“

Aktuell ist die Grundschule Süd zweieinhalbzügig mit insgesamt zehn Klassen. Zwei Klassen werden provisorisch im Mehrzweckraum der Schule unterrichtet.

Wo jetzt der Erweiterungsbau entsteht, stand früher ein großes Lagergebäude, das noch aus der Zeit der Schule als französisches Lycée Hoche stammte und von der Neugestaltung im Jahr 2000 unberührt blieb. Das städtische GML ließ den völlig maroden Bau in den Sommerferien 2018 abreißen. „Die Baugrube haben wir, genau wie bereits beim Bau der Sporthalle West, mit Abbruchmaterial der Rundsporthalle verfüllt“, informiert Werkleiter Michael Götz über das möglichst nachhaltige Vorgehen der Stadt. Der GML-Chef erläutert auch die sogenannte vorgefertigte Holzmodulbauweise, die bereits in Dammheim zum Einsatz kam. „Aktuell laufen auf dem Gelände der Grundschule Süd die Rohbauarbeiten, während parallel dazu im Werk die Wand-, Boden- und Deckenmodule vorgefertigt und später dann auf die vor Ort erstellte Bodenplatte montiert werden. Das spart Zeit und schont die Nerven der Lehrkräfte und Schulkinder – denn der Lärm wird in der Fabrik und nicht in der Schule gemacht.“

Die Planung des GML sieht die Lieferung und Montage der Holzmodule für Ende Mai vor. Bereits nach den Herbstferien 2019 soll der Erweiterungsbau bezugsfertig sein. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro, wovon Land und Bund im Rahmen der Umsetzung des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes („KI 3.0, Kapitel 2“) rund 1,2 Millionen Euro übernehmen.

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