Samstag, 25. Mai 2024

Forderung nach schneller Reaktivierung der Bahnlinie Germersheim-Landau

29. April 2024 | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Regional, Südwestpfalz und Westpfalz, Wirtschaft in der Region

Foto: Pfalz-Express

Südpfalz/Südwestpfalz – Die Verwaltungsspitzen der Region, Landrat Dr. Fritz Brechtel (Kreis Germersheim), Landrat Dietmar Seefeldt (Kreis Südliche Weinstraße), Oberbürgermeister Dominik Geißler (Landau), Landrätin Dr. Susanne Ganster (Kreis Südwestpfalz) und Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile, treten geschlossen für eine umgehende Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke zwischen Landau und Germersheim ein.

Sie betonen die Dringlichkeit dieser Maßnahme, insbesondere vor dem Hintergrund der bevorstehenden sechsmonatigen Schließung der Bahnlinie von Mannheim über Neustadt und Kaiserslautern nach Saarbrücken im Jahr 2029 aufgrund von Sanierungsarbeiten. Die positiven Ergebnisse der Nutzen-Kosten-Analyse unterstreichen die Vorteile der Reaktivierung für die Region, den Klimaschutz und die Mobilitätswende.

Die Verwaltungschefs weisen darauf hin, dass die Wiedereröffnung der Strecke nicht nur die lokale Mobilität verbessern, sondern auch die West-Ost-Verbindung von Saarbrücken zur Rheinschiene und weiter bis Stuttgart aufwerten würde. Angesichts der geplanten Grundsanierung der Bahnstrecke Mannheim-Saarbrücken sehen sie die Notwendigkeit alternativer Routen, wobei die Reaktivierung der Strecke Landau-Germersheim eine zusätzliche Bedeutung und Dringlichkeit erhält.

Eine mögliche Umleitung der Mannheim-Saarbrücken-Linie könnte teilweise über die Zellertalstrecke im Norden erfolgen, während die Südpfalz- und Südwestpfalz-Strecke eine wichtige Entlastung und Ergänzung bieten könnte.

Die Verwaltungschefs appellieren an das Land, die Reaktivierung der Strecke ohne Verzögerungen voranzutreiben und nicht auf ein landesweites Ranking der zu reaktivierenden Strecken zu warten. Sie betonen, dass die Ost-West-Verbindung von Germersheim nach Landau und weiter über Pirmasens Richtung Saarbrücken bereits hervorragende Bewertungen erhalten hat und jede Verzögerung wertvolle Zeit kostet.

„Es muss für die Menschen in der Südpfalz und Südwestpfalz und für eine auch überregionale Entlastung anderer Strecken schnell gehen, ohne vermeidbare Verzögerungen. Die konkrete Ausplanung muss umgehend beginnen! Und letztendlich muss dieser neue ‚West-Ost-Korridor‘ wegen seiner regionalen und überregionalen Bedeutung im pfälzischen Schienennetz in den Landesnahverkehrsplan Rheinland-Pfalz und Deutschlandtakt aufgenommen werden“, so die Landräte und Bürgermeister. 

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