
Foto: dts nachrichtenagentur
Landau. Im Jahr 2019 wurden in Landau mehr Sozialwohnungen gebaut als aus der Mietpreis- und Belegungsbindung gefallen sind. Das Verhältnis beläuft sich auf 77 zu 60 – ein Plus von 17 Wohnungen, das Oberbürgermeister und Baudezernent Thomas Hirsch vorsichtig optimistisch stimmt.
„Die Trendwende ist geschafft und wir sind mit Blick auf weitere, geplante Projekte privater Investorinnen und Investoren sowie unseres städtischen Gebäudemanagements zuversichtlich, dass diese positive Entwicklung auch in den kommenden Jahren anhält“, so Hirsch.
Ein Indiz, dass und wie viele Sozialwohnungen auf dem Markt sind, ist auch die Anzahl der ausgestellten Wohnberechtigungsscheine. Diese ist laut Angaben des Stadtbauamts in den vergangenen Jahren nach oben geschnellt – von um die 100 jährlich bis 2016 auf erstmals rund 400 im zurückliegenden Jahr. Wohnberechtigungsscheine müssen der Vermieterin bzw. dem Vermieter vorgelegt werden, will eine Mieterin bzw. ein Mieter in eine sozial geförderte Wohnung einziehen. Die Scheine können im Bauamt in der Königstraße beantragt werden.
Neben weiteren Instrumenten wie der Mietwohnungsbauquote für private Wohnbauvorhaben tritt die Stadt Landau seit dem Jahr 2019 auch selbst als Akteur am Wohnungsmarkt auf: Die Gebäude des ersten städtischen sozialen Wohnungsbauprojekts im Guldengewann sind bereits gut zu erkennen.
„Unser Gebäudemanagement investiert im Jahr 2020 voraussichtlich über 2,8 Millionen Euro in den Neubau von Sozialwohnungen im Guldengewann sowie in der Haardtstraße“, betont Beigeordneter Lukas Hartmann als zuständiger Dezernent.
Ziel sei es, als Stadt langfristig Mietwohnraum zu bauen, zu sanieren und zu halten, der nicht nach 15 oder 20 Jahren aus der Bindung falle, so Hartmann. Um erfolgreich am Markt agieren zu können, sei ein höherer Grundstock an Wohnungen in städtischem Besitz von entscheidender Bedeutung, sind sich Hirsch und Hartmann einig. Die Grundsteine hierfür seien in diesem Jahr gelegt worden. (ld)
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