Köln- Italien hat die Trendwende am Arbeitsmarkt bislang nicht geschafft. Laut einer aktuellen Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, konnten die ehemaligen Euro-Krisenländer Irland, Portugal, Spanien, Zypern und Griechenland ihre jeweilige Arbeitslosenquote gegenüber dem Krisenjahr 2008 deutlich verringern.
Die Autoren verglichen in ihrer Studie die Situation am Arbeitsmarkt im Jahr 2008 mit der Ende 2016. „Am schlechtesten unter diesen Ländern schneidet Italien ab“, schreiben die IW-Autoren. Portugal etwa reduzierte seine Quote um fast 40 Prozent, Irland um 53 Prozent, Spanien um knapp 30 Prozent, Zypern um 20,5 und Griechenland immerhin um 16,5 Prozent.
Italien dagegen schaffte in acht Jahren nur 7,8 Prozent. Mit Blick auf den Anstieg der Erwerbstätigenzahl seit 2008 kommt Irland laut IW auf gut zehn Prozent, was einem jahresdurchschnittlichen Anstieg von „beachtlichen 2,4 Prozent“ entspricht.
„Spanien hat ebenfalls einen recht beachtlichen Anstieg von fast acht Prozent seit dem Tiefststand erreicht. Der Anteil der befristeten Arbeitsplätze liegt dort mit knapp 22 Prozent im internationalen Vergleich recht hoch und ist zuletzt noch leicht gestiegen.
Allerdings lag diese Quote mit weit über 24 Prozent Anfang 2008 noch deutlich höher“, heißt es in der Untersuchung weiter. Portugal verzeichnete dem Bericht nach einen Stellenanstieg von sieben Prozent. „Auch in Griechenland sind in den vergangenen Jahren trotz der sehr schwachen Wirtschaftsentwicklung mit rund fünf Prozent mehr neue Arbeitsplätze entstanden als gemeinhin wahrgenommen“, schreiben die Forscher. In Italien gab es hingegen lediglich einen Zuwachs von 2,7 Prozent. (dts Nachrichtenagentur)

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