
Nicht nur wunderschön, sondern auch Sauerstofflieferant, Schattenspender und Klimaregulator: Die Magnolienbäume im Landauer Schillerpark.
Foto: ld
Landau. Ob die schattenspendenden Eichen im Goethepark, die rosa blühenden Zierkirschen auf dem Rathausplatz oder die majestätischen Mammutbäume im Zoo: Die Stadt Landau kann auf einen reichen Baumbestand blicken.
Anlässlich des Internationalen Tags des Baums am 25. April zieht das städtische Umweltamt Bilanz. Es ist mit seiner Grünflächenabteilung für den Unterhalt, die Kontrolle und die Pflege der Bäume im Stadtgebiet zuständig.
Im Baumkataster des Umweltamts sind aktuell rund 25.000 städtische Bäume registriert. „Das Kataster wird seit etwa zehn Jahren elektronisch geführt“, erläutert Sabine Klein, Leiterin der städtischen Grünflächenabteilung.
„Früher mussten alle Daten über den Baumbestand im Stadtgebiet umständlich in Papierlisten eingetragen werden.“ Mittlerweile nutzen die städtischen Baumkontrolleure Hans Schönemann und Claus Specht transportable Computer und erfassen die Baumdaten direkt vor Ort. Dazu zählen neben Baumart und Standort unter anderem auch Größe, Stammdurchmesser, Baumkronendurchmesser und eventuelle Schäden wie Pilzerkrankungen oder abgestorbene Äste.
Die fachlich besonders qualifizierten und ausgebildeten Baumkontrolleure überprüfen jeden Baum im Stadtgebiet bis zu zwei Mal pro Jahr, in Einzelfällen auch häufiger.
Werden bei den Kontrollen Schäden bemerkt, leiten die städtischen Mitarbeiter entsprechende Maßnahmen ein – beispielsweise müssen Totholz entfernt, Baumkronen eingekürzt oder in letzter Konsequenz Bäume auch gefällt werden.
„Das Baumkataster dient dazu, zur rechten Zeit die richtigen Baumpflegemaßnahmen zu veranlassen, um so die Bäume in ihrer Entwicklung zu fördern und unserer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen“, so Klein.
Von den rund 25.000 Bäumen im Baumkataster stehen etwa 20.000 im bebauten Siedlungsgebiet. Die restlichen 5.000 sowie zusätzlich viele ungezählte Bäume in Feldgehölzgruppen und entlang von Bachläufen befinden sich in der freien Landschaft. Die Bäume im Stadtwald auf dem Taubensuhl sind nicht im Kataster registriert, da der Stadtwald von der Forstverwaltung bewirtschaftet und unterhalten wird.
Von den rund 15.500 städtischen Bäumen in der Kernstadt steht ein Großteil – rund 8.700 – in den größeren Parkanlagen, wozu neben den klassischen Parks auch der Grünzug Am Messegelände, der Hauptfriedhof und der Zoo zählen.
Aber auch in der durch die Ringstraßen begrenzten Innenstadt befinden sich fast 1.000 stadteigene Bäume. „Eine stolze Summe für ein dicht bebautes, historisches Stadtzentrum“, wie Sabine Klein betont.
Bei den Stadtdörfern haben innerhalb der bebauten Siedlungsflächen Queichheim mit rund 1.500 Bäumen und in freier Landschaft Arzheim mit rund 1.900 erfassten Bäumen die Nase vorn.
Eine weitere erfreuliche Zahl: Rund 200 Bäume pflanzt die Stadt Landau jedes Jahr im Schnitt neu.
Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Beigeordneter und Umweltdezernent Rudi Klemm danken dem städtischen Umweltamt für dessen engagierte Arbeit und betonen die Bedeutung der großen Baumdichte Landaus als „grüne Lunge“.
„Unsere Parks und Grünflächen, aber auch die Einzelbäume in der Innenstadt, tragen nicht nur zu einer höheren Aufenthaltsqualität bei, sondern garantieren auch ein gutes Stadtklima“, so Hirsch und Klemm.
Auch im Klimaanpassungskonzept, das die Stadt Landau aktuell erstellen lässt, spielten die Bäume im Stadtgebiet als Schattenspender, Klimaregulatoren und Sauerstofflieferanten eine zentrale Rolle. (ld)

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