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Damensitzung der Wörther „Altrhein-Narren“: 500 Ladies außer Rand und Band

1. Februar 2016 | Kategorie: Kreis Germersheim
Göttlich und Augenweide für die Damen: knackige Männer im Olymp. Fotos. v. privat

Göttlich und Augenweide für die Damen: knackige Männer im Olymp vom Männerballett „Windboys“ aus Herxheim.
Fotos. v. privat

Wörth – 2014 waren es 200 Besucher bei der ersten Damensitzung des Karnevalvereins „Altrhein- Narren“, 2015 220 im ausverkauften Saal des Bayerischen Hofes – jetzt strömten 500 am Freitagabend in die ausverkaufte Festhalle zur dritten Damensitzung des noch jungen Wörther Vereins.

Von Beginn an herrschte eine tolle Stimmung bei den Damen aller Altersklassen im stilvoll dekorierten und beleuchteten Saal.

Die Durlacher „Augustinenkapelle“ hatte ihnen schon gehörig eingeheizt, als um 19.28 Uhr – mit siebenminütiger Verspätung – der bewährte Moderator Michael Meinzer in der Uniform eines Kapitäns zusammen erstmals mit seiner Co-Moderatorin Pia Aprill die Tanzgruppen der “Altrhein-Narren“ einmarschieren ließ.

Die Kleinsten, die neun „Rapfen“ tanzten auf Melodien aus der Zirkuswelt, die zwölf „Quappen“ – von Klein bis Groß – legten in ihren blauen Gardekostümen ein ebenso flottes Tänzchen aufs Parkett wie die fünf großen rot-weißen „Rotfedern“.

Damensitzung Wörther Altrhein-Narren 2

Der aus dem Fernsehen bekannte Bauchredner Andi Knecht aus Mannheim hielt ein Zwiegespräch mit seinem Kuschel-Plüschtier Gregor, obwohl anscheinend das Mikrofon nicht so funktionierte, wie er sich das vorstellte.

Gregor ließ dabei immer wieder freche Bemerkungen gegen die im Publikum gar nicht anwesende Männerwelt los.

Damensitzung Wörther Altrhein-Narren 3

Unter ihrem Motto „Spaß und Unterhaltung“ brachten die 16 Guggemusiker aus Auerbach mit flotten Rhythmen den Saal in Bewegung. Kaum noch sitzende Damen forderten lautstark und klatschend zwei Zugaben.

Das erste Männerballett „Die Schäger“ aus Michelbach – „neun junge knackige Männer“ – so Meinzer -, tanzten zuerst mit Schirmen, dann mit bloßen Oberkörpern und lösten ein wildes Geschrei in der Halle aus – eine Zugabe war die Folge.

Als „Weltklasse“ gar wurde das Duo „Inflagranti“ Elvis und Eisbär Willi vom „Herxheimer Wind“ angekündigt, das bei Fernsehsitzungen schon in den Endausscheidungen und dreimal im SWR-Finale war.

Die beiden Akteure ließen in ihrem Gespräch viele kesse und aufreizende Sprüche zunächst in Richtung Damenwelt und Musiker und dann in alle Richtungen los. So bezeichneten sie die Stadt Karlsruhe als die größte Orgel Deutschlands mit 300 000 Pfeifen.

Elvis stellte fest, dass die Schwäne dafür bekannt sind, ihr Leben lang mit demselben Partner zusammen zu leben. „Deswegen auch die langen Hälse“ war die Erwiderung des Eisbären. Nach ihrem Fragespiel erkannten sie: „Genug dumm gebabbelt“ und ernteten stürmischen Applaus und eine Rakete.

Nach der ersten Schunkelrunde sorgten das „Wasen Trio plus“ mit fünf Mann aus Karlsruhe mit Liedern zum Mitsingen und zum Bewegen der Arme und Hände und Fastnachtsliedern „in einem ganz anderen Gewand“ mit einer Polonaise zum Schluss durch den Saal, dass die Stimmung noch gesteigert wurde.

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„Käthi Feierdaach“ aus Speyer erzählte von ihren Erlebnissen und besonderen Einkäufen während ihres Spanien-Urlaubs, den sie zunächst alleine und dann mit Freundin Hannelore verbrachte.

Dabei kaufte sie unter anderem“ Lola“, ihrer Meinung nach eine Luftmatratze und weitere „Liebesutensilien“ ohne diese als solche zu erkennen. Als absolut geil empfand die Moderatorin diesen Beitrag und forderte Käthi auf nächstes Jahr wieder zu kommen.

In regelrechte Ekstase versetzte das Männerballett „Windboys“ aus Herxheim die schreiend stehende Damenwelt. Unter dem Motto „Chaos im Olymp“ gab es eine großartige Choreographie mit exakt synchronischer tänzerischer Darbietung zu sehen, ehe Göttervater Zeus verkündete: „Lasst uns als Menschen in Frieden leben“ und alle Tänzer mit weißen Fahnen erschienen.“

Das war Spitze“ rief der Saal begeistert und eine Zugabe war die logische Folge. Da brauchte man sich nicht wundern, als Meinzer die 50 ertanzten Trophäen dieser Truppe erwähnte – das erfolgreichste Männerballett in Rheinland-Pfalz mit vielen Pfalzmeistertiteln, badisch-pfälzischen Titeln und einem fünften Platz bei den Deutschen Meisterschaften.

Im Duett wollten die zwei Tanzmariechen „Doppeltes Lottchen“ Chiara Klöffer und Katharina Geißer ebenso wenig nachstehen wie das Tanzmariechen Franziska Geißer als Solotänzerin.

Auch das Männerballet vom TSC Royal Rülzheim – acht Kapitäne – zeigte sich sehr sportlich zu bekannten Melodien wie „The lady“ und musste zwei Zugaben liefern. Als einer der Akteure auf einen Damentisch im Publikum sprang, war die Begeisterung kaum noch zu steigern.

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So kam von Meinzer auch das Lob an die 500 Damen: „Was ihr heute hier veranstaltet, ist der helle Wahnsinn“.

Das wollten die neun „Ladylikes“ noch steigern, als sie in eleganten, aufreizenden schwarz-rosa Kostümen, einem tollen Styling, zu passenden Melodien sexy tanzten.

Da hätten die nicht anwesenden Männer sicher ihren Spaß gehabt, aber auch den Damen hat es sehr gut gefallen und sie forderten eine Zugabe.

Einmal mehr brachte „Ötzi“ (Peter Lingenfelder aus Frankeneck), der zum dritten Mal in Wörth war, mit seinen Ohrwürmern die Stimmung zum Sieden: alle standen, die Hände nach oben, klatschten, sangen und tanzten. „Ihr seid wahnsinnig“ meinte er zum Publikum.

Timo Meindel aus Tiefenborn schilderte die vielen Erlebnisse mit seiner Frau Ruth, von der er sich jetzt trennte. Er hatte alles versucht, aber ihre Mutter war immer da. Teils schreibend, teils dabei sprechend und singend meinte er „Ruth, ich gebe dich frei. He Ruth, es ist vorbei“ – und alle sangen mit.

Dann wurde es dunkel im Saal, Leuchtstäbe sorgten für Licht und acht Kapitäne stiegen aus dem auf der Bühne stehenden Schiff – das Männerballett der „Altrhein-Narren“ setzte den Schlusspunkt mit ihrer Tanzdarbietung zu Melodien „The lady“ oder „I am sailing“.

Nach einer Zugabe für das stehende Publikum beendeten Salutschüsse mit Konfetti ein fünfstündiges abwechslungsreiches Programm – ohne Pause – und die Guggemusiker „Noten Chaoten“ aus Grötzingen hielten ihren Einmarsch.

Für die Sitzung im nächsten Jahr wurden inzwischen bereits über 200 Kartenvorbestellungen gemacht. (lumi)

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