Dienstag, 16. April 2024

Damensitzung der Altrhein-Narren – und die Herren dürfen tanzen

9. Februar 2015 | Kategorie: Kreis Germersheim

Fotos: v. privat

Wörth – Sechs Stunden waren bereits vergangen – die Uhr ging gegen 1.30 Uhr – da marschierten die Guggemusiker „Noten Chaoten“ aus Grötzingen in den seit Wochen ausverkauften Bayerischen Hof zum Abschluss der zweiten Damensitzung der „Altrhein-Narren“ Wörth ein.

Mit einer kleinen Verspätung begann die Veranstaltung mit der Aufforderung von Moderator Michael Meinzer „Der Bayerische Hof ist gerammelt voll – wir wollen die Garden sehn“. Diese marschierten auch gleich ein – unter dem Beifall des bereits stehenden Publikums, dem vorher schon eine Zeitlang vom DJ gewaltig eingeheizt wurde.

Nach dem Gesangsduo Meinzer/Thomas Fäth, das eine Parodie auf Wörther Geschäftsleute und bekannte Personen vortrug, zeigte das erste Männerballett „Die Schäger“ aus Michelbach in tollen Kostümen und verschiedenen Tanzvariationen, was elf Piraten zu bieten haben.

Timo Meinel aus Tiefenborn feierte als Trauerweib Inge – zum dritten Male Witwe – den Leichenschmaus von ihrem „Dieterle“. In schwäbisch-badischem Dialekt beanspruchte er mit herben, derben Sprüchen die Lachmuskeln der Damenwelt.

Ihre körperliche Fitness und ihre gute Kondition bewiesen die neun Männer der Gro Ka Ge Durlach – auch Hofballett genannt – unter dem Motto „Es lebe der Sport“ mit ihren Gymnastikübungen in den verschiedensten Formationen -sogar beim Einsatz von Gymnastikreifen.

Schön anzusehen waren die Tanzgruppen der „Altrhein-Narren“ mit ihren Auftritten. Die Kleinsten, die 13 „Rapfen“ erfreuten im Rückblick auf die Fußball WM in schwarz-rot-goldenen T-Shirts mit Tanzeinlagen auf bekannte Melodien wie „Ein Hoch auf uns“ oder „Atemlos durch die Nacht“.

Die elf „Quappen“ legten in ihren blauen Gardekostümen ein ebenso elegantes, synchrones Tänzchen hin wie die acht rot-weißen „Rotfedern“.

Ihr gutes Rhythmus-Gefühl stellten die jungen acht „Ladylike“-Damen mit ihren Imitations-Gitarren unter Beweis, als sie zu heißen Rhythmen wie „We will rock you“ tanzten und der ganze Saal mit klatschte.

Nach der Pause interpretierte der Moderator des Abends die Liedtexte verschiedener deutscher Schlager auf seine Art, ehe die zwei „Tanz Lottchen“ mit einer sehr harmonische Tanzeinlage ebenso überzeugten wie später das Tanzmariechen Franziska Geißer. Inzwischen hatte „De Tal Ötzi“ (Peter Lingenfelder aus Frankeneck) mit vielen Ohrwürmern („Anton aus Tirol“, „Ein Stern, der deinen Namen trägt“) in 30 Minuten die Stimmung im stehenden, klatschenden und singenden Saal zum Sieden gebracht.

Über die Krankheiten und Schmerzen der Männer beklagte sich Babette (Bärbel Pfirrmann) bei ihrer Gesprächspartnerin Annette (Heilmann) – „meistens am Freitagnachmittag, wenn´s Wochenende naht.“ Diese stellte dagegen fest, was die Frauen alles gleichzeitig können. Sie sah auch Unterschiede beim Schreiben, „Gucken“ und Flirten „Männer, wie wenn sie Scheuklappen hätten“. Nach dem Austausch über ihre eigenen Männer zogen sie das Fazit: „Jeder kriegt das, was er verdient.“

Das temperamentvolle Männerballett „Spesserter Eber“ überzeugte mit besonderen Formationen als Männer und Frauen und schloss mit einer Pyramide seinen Auftritt, ehe später die Akteure des TSC Royal Rülzheim als Müllmänner mit turnerischen Einlagen wie Profis glänzten.

Dem wollten die Männerballette der Wörther Handballer mit „Balando- Badeurlaub-Feeling“ und das der „Altrhein-Narren“ nicht nachstehen.

Für Abwechslung sorgten das Jockgrimer Duo Fabian Metz und Christian Koch mit einem musikalischen Kabarett mit Klavier und Gitarre sowie die vier Sänger mit Gitarrenbegleitung des MGV Concordia mit einer Parodie auf den Holzhacker Bub`n, der ganz wild auf das Tiroler Mädchen ist.

Marion Mesch hatte mit ihrer Büttenrede die Lacher auf ihrer Seite, als sie entgegen der Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“ als Bäuerin ihren idealen Mann suchte. Das gelang ihr aber in drei Staffeln nicht, weil sie ihre Ansprüche „runterschrauben“ sollte. So schmiss sie das Fernsehteam von RTL vom Hof und wollte zu SAT 1 wechseln. (lumi)

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