
Fotos: KV GER, Maria Farrenkopf
Wörth/Kreis Germersheim – Die moderne Technik einer riesigen Maschine beherrschen lernen, mit den Profis in kleinen Teams arbeiten, Hände und Kopf an Produktionsanlage und Bildschirm einsetzen, Schul-Campus-Feeling mit Gleichgesinnten erleben, dazu ein Azubi-Einstiegs-Gehalt von über 1.000 Euro, das ist der Beruf des Papiertechnologen, den junge Menschen bei der Papierfabrik Palm in Wörth erlernen können.
Man bilde nicht nur Papiertechnologen aus, sondern auch auch Industriemechaniker und Elektroniker, erklärt Werkleiter Jürgen Kosse, „Wir bieten auch sehr gerne Schülerpraktika an, denn am besten erlebt man vor Ort, wie aus Altpapier ein neues Produkt entsteht. Hier erfahren die jungen Menschen auch, dass der Bedarf an Verpackungsmaterial aus Papier, genauer unser Wellpappenrohpapier, wirklich ein Produkt der Zukunft ist. Obendrein sind wir sehr nachhaltig: Wir verwerten wirklich alles, was in unser Werk kommt: zu Papier, zu Energie und mehr. Nichts geht auf eine Deponie“.
Eine Gruppe von Schulleitern, Lehr- und Fachkräften der Berufsvorbereitung waren im Juli auf Initiative von Kreiswirtschaftsförderin Maria Farrenkopf zu Gast bei der Papierfabrik Palm.
„Neben unserem Schulalltag einen Einblick in und ein Gefühl für dieses Industrie-Unternehmen zu bekommen, ist für unsere Arbeit unglaublich wertvoll“, so Christine Herbst, Lehrerin an der IGS Rheinzabern. „Dass ein so großes Werk nach wie vor in Familienhand ist, den Mitarbeitern so viele Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten geboten werden und dass die Arbeit geprägt ist vom Umgang mit viel innovativer Technologie, war uns zuvor so nicht bekannt. Dieses Wissen werden wir nun mit unseren Schülerinnen und Schülern teilen, die noch in der beruflichen Findungsphase sind.“

In der Leitstelle des werkseigenen Kraftwerks.
Auch das Interesse der Gäste an der Führung durch das Werk war groß. Betriebsleiter Dr. Bernhard Wirth und Werkleiter Kosse führten die zwei Gruppen persönlich durch die Altpapier-Anlieferung und -Aufbereitung, an der großen PM6 Wellpappenrohpapier-Maschine vorbei über die Leitstelle bis zum werkseigenen Kraftwerk.
„Im September sind zwei weitere Stationen der Betriebserkundungs-Tournee geplant“, so Kreiswirtschaftsförderin Farrenkopf, „Wir besuchen die HWI pharma services GmbH in Rülzheim und die Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzlei Gehrlein & Partner in Bellheim.“
Die Einladungen dazu wurden bereits an die weiterführenden Schulen und weitere Institutionen geschickt. Interessierte Lehrer und Fachkräfte der Berufsvorbereitung können sich gerne melden bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises Germersheim, Maria Farrenkopf,
E-Mail: m.farrenkopf@kreis-germersheim.de
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