
V.li.: Wirtschaftsförderin Maria Farrenkopf, Bürgermeister Dennis Nitsche, Landrat Fritz Brechtel, Geschäftsführer Wolfgang Palm, Werkleiter Jürgen Kosse.
Foto. KV GER
Wörth – „Nach wie vor fühlen wir uns hier in Wörth unglaublich wohl“, sagt der Geschäftsführer und alleinige Gesellschafter Dr. Wolfgang Palm von der gleichnamigen Papierfabrik.
Zusammen mit Werkleiter Jürgen Kosse begrüßte er im Oktober Landrat Dr. Fritz Brechtel, Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche (SPD) und Wirtschaftsförderin Maria Farrenkopf in seinem Werk im Industriegebiet „Am Oberwald“.
Beginnend mit dem Bau der Papierfabrik im Jahr 2002 über die bisherigen Erweiterungen bis hin zum aktuell geplanten Ausbau des Kraftwerks: „Alle Projekte wurden von den Verwaltungen zügig bearbeitet und somit haben wir uns stets bestens betreut gefühlt“, so Palm weiter, „Und wo kann man schon direkt ab den Toren des Werks seine Produkte auf ein Schiff laden und direkt bis Großbritannien fahren?“
Die Papierfabrik Palm produziert Zeitungspapier und Wellpappenrohpapier in insgesamt fünf Papierfabriken in Deutschland, Großbritannien und Frankreich. In 28 weiteren Werken werden Wellpappen-Verpackungen hergestellt. Diese sind in Deutschland, aber auch in den Niederlanden, der Schweiz, in Frankreich und in Italien beheimatet.
Der Rohstoff für die Fabriken ist dabei ausschließlich Altpapier und wird von eigenen Betrieben in der Sparte Recycling beschafft. In Wörth befinden sich die Verpackungswerke Eurowell und Europack in unmittelbarer Nachbarschaft zur Papierfabrik. In dieser wird ausschließlich Wellpappenrohpapier hergestellt, bis zu 650.000 Tonnen im Jahr.
Die Papierbranche sei ganz sicher kein Auslaufmodell, betont Palm, der Markt unterliege aber deutlichen Änderungen und verschiebe sich dabei eher seitwärts. “Während Zeitungs- und Büropapier tatsächlich rückläufig sind, steigt der Bedarf im privaten Hygienebereich und vor allem deutlich in der Verpackungsmittel-Branche.“
Von den insgesamt 4.000 Beschäftigten der Unternehmensgruppe arbeiten rund 400 am Standort in Wörth. Der Erfolg des Familienunternehmens? Laut Palm sind es der Fokus auf die ständige Weiterentwicklung von Produkten und Technologien mit den entsprechenden Investitionen, sowie die vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Betriebsräten und der Unternehmensleitung.
Als Beispiel nennt Palm die Erweiterung des eigenen Heizkraftwerks, in dem ausschließlich saubere Reststoffe aus der Papierproduktion verbrannt werden. Werkleiter Kosse erklärt: „Die neue Gasturbine – die erste dieser Art – ist bestellt und wird ab Herbst 2021 zum Einsatz kommen. Insgesamt wird die Leistung des Kraftwerks deutlich erhöht, gleichzeitig die CO2-Emmissionen sogar gesenkt. Selbst im Normalbetrieb der Papiermaschine produziert das Kraftwerk so viel Strom, dass sie die Stadt Wörth komplett mit Strom versorgen könnte. Wir speisen unseren Strom also ins Stromnetz ein.“
Im Anschluss an das Gespräch und die Führung durch das Werk subsummiert Landrat Brechtel: „Die Papierfabrik Palm in Wörth ist in meinen Augen ein Vorzeige-Werk mit seinem hohen Anspruch an technologischem Fortschritt, seiner in die Zukunft gerichteten wirtschaftlichen und ökologischen Ausrichtung. Dabei ist die Papierfabrik Palm gleichzeitig ein sehr guter Arbeitgeber mit hochinteressanten Arbeitsplätzen.“

KV GER

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