
Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins, der Präsident des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG), Christoph Günzel, Landrat Dr. Fritz Brechtel und Franz Nuber, Beauftragter für Tier- und Artenschutz im BDRG.
Fotos: KV GER
Wörth – „Eine freudige Mitteilung und ein wirklicher Hoffnungsschimmer für den Wörther Rassegeflügelzuchtverein: Alle Ergebnisse der letzten Beprobung vom 1. März, also der zweiten Nachbeprobung sind negativ“, teilte Landrat Dr. Fritz Brechtel mit. „Das ist eine richtig gute Nachricht und ein wichtiges Etappenziel.“
Alle 149 Proben, die am 1. März genommen wurden, sind negativ. Endgültige Entwarnung könne damit aber noch nicht gegeben werden, so Dr. Christian Jestrabek, Leiter des Fachbereichs Gesundheit und Verbraucherschutz, „Erst wenn die Proben zweimal in Folge negativ sind, sind wir über dem Berg.“ Das weitere Vorgehen wird mit dem Umweltministerium bzw. Landesuntersuchungsamt abgestimmt und dem Verein dann mitgeteilt.
Schon die erste Nachbeprobung Anfang Februar hatte zuversichtlich gestimmt: Von 135 Proben waren nur 14 Laborbefund auffällig. Alles sprach für eine niedrigpathogene H5N3-Infektion. Zudem waren die Tiere, die im Januar in Quarantäne mussten, komplett frei von H5-Viren. Bis heute sind alle Tiere des Vereins aufgestallt.
Am Wochenende informierten sich auch der Präsident des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG), Christoph Günzel, und Franz Nuber, Beauftragter für Tier- und Artenschutz im BDRG, mit dem Landrat beim Rassegeflügelzuchtverein Wörth über die Situation.
Es sei ein „beherztes, mutiges Vorgehen“ von Landrat Brechtel gewesen, sagte Günzel. Sich gegen die komplette Keulung zu stellen, sei in vergleichbaren Situationen bisher bundesweit einzigartig. „Die neusten Labor-Ergebnisse bestätigen uns natürlich in unserem Vorgehen. Alle Proben sind negativ, alle Tiere leben“, so Brechtel.
In ganz besonderer Weise richtete er sein Lob an die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins mit dem Vorsitzenden Joachim Gottschang: „Sie sind sehr zuverlässige Partner, es ist ein richtig gutes Miteinander. Wir müssen weiterhin gemeinsam die Krisensituation durchstehen, sind aber optimistisch.“ (red)

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Dank der Inititative der Arbeitsgemeinschaft VogelFrei Cimbria wurde das Keulen unter Anrufung des Gerichtes in der Zuchtanlage Wörth verhindert. Das war ein Meilenstein in der bisherigen Vogelgrippepolitik, denn erstmals stand Qurantäne statt Keulen auf dem Programm, wofür der Landrat auch Querelen mit der rot-grünen Regierung in Rhl.-Pf. auf sich nahm. Jetzt weiß ganz Deutschland: Keulen ist nicht notwendig bei Vogelgrippe und Vogelgrippe „heilt“ sich von ganz alleine ohne Todesfälle bei einer LPAI-Infektion! Wörth ist der Beweis, dass das Töten von Tieren wegen LPAI nicht nur sinnfrei ist, sondern nunmehr aufgrund der neuen Erkenntnisse einen krassen Tierschutzverstoß darstellt, weil ohne sinnvollen Grund getötet wird!
Ich freue mich darüber, das bis jetzt alle Tiere gerettet werden konnten, und hoffe, dass auch die nächste Beprobung negativ ausfällt, und somit der gesamten Aktion zu einem positiven Abschluss verholfen werden kann.
Ich bedanke mich bei Sabine Corban und Mathias Güthe, die diese Aktion zur Rettung der Tiere ins Leben gerufen haben, bei Herrn RA Büge für seinen fachlichen Beistand, und ganz besonders auch bei dem tatkräftigen und engagierten Landesverbandsvorsitzenden Helmut Demler, sowie den vielen fleißigen Schreibern und Spendern, denn diese haben die Rettung der Tiere von Wörth erst ermöglicht.
Ebenso bedanke ich mich bei Herman Garretsen (GARVO) für die überaus großzügige Futterspende für die Tiere in Wörth. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit und sollte einmal erwähnt werden.
Mit der Verhinderung der Keulung und dem Einrichten einer Quarantäne hat der Landrat Hr. Dr. Brechtel Charakter bewiesen, und unsägliches Tierleid verhindert, auch dafür bedanke ich mich recht herzlich. Daran sollten sich andere Landkreise ein Beispiel nehmen.
MfG, Melani Marfeld