Dienstag, 13. April 2021

Auch das Elsass ist betroffen: Frankreich als Hochrisikogebiet eingestuft

26. März 2021 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Regional

Auch das Elsass (hier Weißenburg) ist von der Regelung betroffen.
Foto: Pfalz-Express

Die 7-Tages-Inzidenz in Frankreich liegt über der Schwelle von 200, weshalb das Robert Koch Institut (RKI) Frankreich ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet einstuft.

Das Land Rheinland-Pfalz hat die an der Grenze zu Frankreich liegenden Landkreise zum Erlass einer Allgemeinverfügung angewiesen. Die Verfügung des Landkreises Südliche Weinstraße wird am heutigen Freitag erlassen. Sie tritt ab morgen, 0 Uhr, in Kraft.

Nach der Allgemeinverfügung darf die Grenze nach Deutschland bis auf Weiteres nur bei Vorlage eines negativen Corona-Tests überquert werden, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ausnahmen gibt es für Grenzpendler und Grenzgänger: Sie müssen sich nur zwei Mal die Woche auf SARS-CoV-2 testen lassen und einen Nachweis über das negative Testergebnis mit sich führen.

Landrat Dietmar Seefeldt ist erleichtert darüber, dass keine Grenzschließungen erfolgen: „Wir möchten das über viele Jahre miteinander Erreichte mit respektvollem Verständnis für die aktuelle Situation mit allen Kräften auch weiterhin gemeinsam leben“, weist der Landrat auf die über viele Jahre gewachsene harmonische Zusammenarbeit in vielen Bereichen zum benachbarten Frankreich hin.

Erst im letzten Jahr haben die Träger der Grenzlandmedaille ein Manifest unterzeichnet, das die Kreisspitze um Landrat Seefeldt an Anne Sander, Mitglied und Quästorin des Europäischen Parlaments, und Christine Schneider, Mitglied des Europäischen Parlaments, überreicht haben. Damit sollte ein deutliches Zeichen der Solidarität und der Zusammengehörigkeit gesetzt werden.

Die Allgemeinverfügung ist auf https://www.suedliche-weinstrasse.de/de/aktuelles/amtsblatt.php abzurufen.

Auch der Landrat des Kreises Germersheim, Landrat Dr. Fritz Brechtel,  ist froh, dass es keine Grenzschließungen gibt: „In unserer Region gibt es sehr viele Pendler, die täglich zur Arbeit über die Grenze fahren müssen. Dennoch bin ich skeptisch, ob mit diesen Vorgaben lange Schlangen an den Grenzübergängen vermieden werden. Etliche Betriebe in unserer Region testen ihre Belegschaft bereits regelmäßig und tragen damit in besonderer Weise Verantwortung und zum Eindämmen der Pandemie bei. Das sehe ich als einen Baustein, der schrittweise auch bei hohen Inzidenzen eine Lockerung im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und privaten Leben ermöglichen kann“, sagte Brechtel. Man solle dies als Basis einer Lösung nehmen mit dem Ziel, bei hoher Sicherheit gleichzeitig Wartezeiten an Grenzübergängen möglichst zu vermeiden. „Rigorose Einreisebeschränkungen führen gerade in den Grenzregionen zu einer Verschärfung der Probleme.“

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