Dienstag, 17. Mai 2022

Aktion „Trendsetter Weltretter“ eröffnet: Ökumenische Mitmachaktion für nachhaltigen Lebensstil

19. August 2018 | Kategorie: Allgemein, Kreis Bad Dürkheim, Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Ludwigshafen, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional, Rhein-Pfalz-Kreis, Südwestpfalz und Westpfalz

V.li.: , Umweltministerin Ulrike Höfken, Generalvikar Andreas Sturm, Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck, Pfarrer Alban Meißner, kath. Dekan Ludwigshafen.
Fotos: Dr. Anette Konrad

Ludwigshafen – Am Samstag ist die Aktion „Trendsetter Weltretter – einfach anders konsumieren“ auf dem Platz der Deutschen Einheit eröffnet worden.

Die ökumenische Mitmachaktion für einen nachhaltigen Lebensstil richtet sich an Einzelpersonen und Gruppen, die im Alltag nach Alternativen für einen nachhaltigeren Lebensstil suchen. Los geht es am 1. September, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

„Sie sind Pioniere“, rief die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) den Initiatoren der Aktion zu. Denn mit der Aktion betreten das Bistum Speyer, die Evangelische Kirche der Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest und die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz Neuland.

Werbung für die Eröffnungsaktion mit einer Weltkugel

Werbung für die Eröffnungsaktion mit einer Weltkugel.

Gemeinsam haben Sibylle Wiesemann, Klimaschutz-Managerin bei der Evangelischen Kirche der Pfalz, Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter des Bistums Speyer, und Bärbel Schäfer, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz, das vierwöchige Mitmachprogramm entwickelt.

Es sei sehr wichtig, die Bedeutung eines nachhaltigeren Lebensstils verstärkt ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, betonte die Umweltministerin. Die Themen Klima und Energie sowie Biodiversität seien die beiden herausragenden Themen der Zeit. Um Veränderungen zu erreichen, müsse auch die Politik neue Schritte unternehmen. „Es können nicht nur die Verbraucher die Welt retten“, so Höfken. Auch für die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) ist es wichtig, dass für das Thema Nachhaltigkeit vermehrt Sensibilität erzeugt wird.

Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner informierte die rund 60 Gäste dann über die Inhalte der Aktion. „Wir haben vier Themen in vier Wochen: Kleidung, Papier, Elektroartikel und Plastik“, erläuterte er. Die Teilnehmer erhalten über E-Mail oder WhatsApp jeweils eine Wochenaufgabe sowie tägliche Impulse und Ideen für praktische Veränderungen beim Konsum.

Die drei Organisatoren haben sich dabei kreative Ideen wie etwa das „Gruppen-Plogging“ einfallen lassen – man joggt in der Gruppe und sammelt gleichzeitig Müll. „Das ist Joggen mit Sinn“, so Sybille Wiesemann. Die Veranstalter erbitten von den Teilnehmern Rückmeldungen über die Erfahrungen. Unter allen, die über ihre Erfahrungen berichten, werden attraktive Preise verlost.

Der neue Generalvikar des Bistums Speyer, Andreas Sturm, erinnerte an die globale Verantwortung der Christen. „Wir müssen als Christen über den Tellerrand hinaus schauen. Es muss allen Menschen gut gehen“, sagte er. Ein erster Schritt dazu könne beispielsweise sein, regional und saisonal einzukaufen.

V.li.: Steffen Glombitza, Umweltbeauftragter des Bistums Speyer, Generalvikar Andreas Sturm, Pastor Jochen Wagner, Vorsitzender der ACK Südwest, Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner.

Schon vor der offiziellen Eröffnung gab es auf dem Platz der Deutschen Einheit verschiedene Aktionsstände. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) war mit seinem Oldtimer-Wohnmobil „Polli“ gekommen. Die Besucher konnten alte Handys abgeben, die recycelt werden. Beim Trendsetter Weltretter-Quiz konnten sie ihre Kenntnisse über nachhaltiges Verhalten unter Beweis stellen.

Die Evangelische Jugend Ludwigshafen hatte gleich mehrere Aktionsstände aufgebaut. In großen Plexiglas-Säulen konnten die Besucher bunte Bälle werfen und so ihre Meinung zu Fragen wie „Ist Papier besser als Plastik?“ oder „Wird in Deutschland genug zur Müllvermeidung getan?“ zum Ausdruck bringen.

Gleich nebenan konnte man ganz praktisch zum Weltenretter werden und so schnell wie möglich eine Wasserball-Weltkugel aufpumpen. Über Alternativen zu Einweg-Plastikgeschirr informierte ein weiterer Stand. Die Band „Small Pint“ begleitete die Eröffnungsfeier musikalisch.

Bis Samstagmittag hatten sich schon 100 Teilnehmer angemeldet – die Organisatoren hoffen nun auf viele weitere Weltretter. Anmeldungen sind über die Internetseite www.trendsetter-weltretter.de möglich. (Dr. Anette Konrad/red)

Aktion der Evangelischen Jugend Ludwigshafen

Aktion der Evangelischen Jugend Ludwigshafen.

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Ein Kommentar auf "Aktion „Trendsetter Weltretter“ eröffnet: Ökumenische Mitmachaktion für nachhaltigen Lebensstil"

  1. Gerhard Heringer sagt:

    „Wir müssen als Christen über den Tellerrand hinaus schauen. Es muss allen Menschen gut gehen“. Wenn hier jetzt als Argument etwas über Maßnahmen zur Geburtenkontrolle stehen würde, um den Anstieg der Weltbevölkerung zu bremsen, könnte ich den Ansatz „Weltretter“ ja noch verstehen. Aber mit saisonal und regional Einkaufen wirkt der in meinen Augen arrogante Anspruch „Trendsetter Weltretter“ nur noch lächerlich.