Montag, 23. September 2019

50.000 Euro Kosten pro unbegleitetem Flüchtlingskind

11. Februar 2018 | 7 Kommentare | Kategorie: Politik
Foto: dts nachrichtenagentur

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Berlin  – Die Aufnahme unbegleiteter junger Flüchtlinge hat im vergangenen Jahr im Durchschnitt rund 50.000 Euro pro Fall gekostet.

Das ergab eine Umfrage der „Welt am Sonntag“ in den Bundesländern. Besonders präzise Informationen lieferte Schleswig-Holstein: Dort wurden 2017 „insgesamt 105,2 Millionen Euro für die Unterbringung und Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge aufgewendet“, wie das Kieler Sozialministerium mitteilte.

Es wurden 1.795 unbegleitete minderjährige Ausländer betreut, von denen 775 inzwischen Volljährige waren. Damit schlug im nördlichsten Bundesland ein Unbegleiteter im Schnitt mit rund 58.600 Euro zu Buche.

Ähnlich hohe Kosten entstanden in Sachsen und Niedersachsen (rund 54.000). Weniger waren es in Thüringen (49.000) und Brandenburg (40.000). Die Beträge ergeben sich aus den von den Ländern der „Welt am Sonntag“ mitgeteilten Kosten für unbegleitete Ausländer im Jahr 2017, geteilt durch die in den jeweiligen Ländern betreuten Unbegleiteten zum Stand 13. Oktober 2017.

Damals wurden bundesweit 56.758 Unbegleitete in der Jugendhilfe betreut; davon 24.089 junge Volljährige. Die übrigen Bundesländer konnten keine oder nur veraltete Angaben machen; in vielen Fällen fehlten wesentliche Posten.

Der Bund trägt bisher nur einen kleinen Teil der Kosten, weswegen die Finanzminister der Länder auf ihrer Konferenz im Januar forderten, dass sich der Bund mindestens zur Hälfte an der Finanzierung der Unbegleiteten beteiligt.

In Schleswig-Holstein etwa betrug der Entlastungsbetrag des Bundes für 2017 nur 11,9 Millionen Euro, also nur ein Zehntel des finanziellen Aufwands. (dts Nachrichtenagentur)

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7 Kommentare auf "50.000 Euro Kosten pro unbegleitetem Flüchtlingskind"

  1. Demokrat sagt:

    Und wer stopft sich da die Taschen voll?

    • Johannes Zwerrfel sagt:

      Verfolge die Spur des Geldes,
      dann weißt du es.

      Und vor allem, wer im Parlameint GEGEN DIE OBLIGATORISCHE ALTERSBESTIMMUNG stimmt macht sich mitschuldig.
      Und handelt FÜR die sogenannte Asyl-Industrie!

  2. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Zum Vergleich: In Afrika kann mit 50 Cent pro Tag ein Mensch versorgt werden …

  3. KlausMichael sagt:

    Diese Beträge machen mich immer wieder fassungslos.
    Pro Jahr erhält man pro Kind 2324 € Kindergeld.
    Davon sollen dann die Eltern sämtliche Unterhaltsleistungen einschließlich Schulbücher/-material und Fahrtkosten zahlen.

    Nimmt man nur den Betrag der hier jährlich verpulvert wird nur weil angeblich minderjährige Wirtschaftsflüchtlinge überdimensioniert versorgt werden, könnt man die Schulen im Land sanieren und endlich ausreichend Lehrer bezahlen. Könnten Schulbücher und Fahrkosten bis Ende Ausbildung/Studium bezahlt werden usw. usw. usw.

    Niemand wird etwas weggenommen…

  4. Johannes Zwerrfel sagt:

    50.000 Euro / Jahr?

    Soviel verdienen die meisten ehrlich arbeitenden Bürger dieses Landes nicht annähernd.

    Ich bin einfach nur noch fassungslos.

  5. KlausMichael sagt:

    Anstatt 1000 unbegleiteten minderjährigen Wirtschaftsflüchtlingen könnte somit 270.000 Menschen geholfen werden die wirklich Hilfe benötigen und die keine Tausende von Euros haben um Schlepper zu bezahlen die sie ins gelobte Land bringen.
    Addiert man jetzt noch die Kosten dazu die alle anderen „Flüchtlinge“ produzieren die nicht einmal Anspruch auf subsidären Schutz geschweige denn ein Recht auf Asyl haben, könnte man in den Heimatländern sehr viel bewirken sei es mit Nahrung, mit Unterkunft, mit Bildung und vor allem mit Hilfe zur Selbsthilfe.

    Warum wird nach Somalia Entwicklungshilfe gezahlt wenn dieses Land nicht einmal bereit ist abgewiesene Asylbewerber zurückzunehmen? Was könnte mit dem Geld was alleine der Mann in Haßloch kostet alles in seinem Heimatland bewirkt werden?

    • Ambrosia sagt:

      Na, aber das würde ja ein vorhanden sein von Verstand unsere Politiker erfordern, aber das haben die nicht. Die denken nur an ihre Pfründe, weiter reicht’s nicht, – auch leider nicht bei unseren lokalen Politikern.

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