Neustadt. Die Neustadter Stadtbücherei feierte offiziell ihren 100. Geburtstag. Sie war, wie Oberbürgermeister Hans Georg Löffler in seiner Glückwunschrede ausführte, am 11. Januar 1914 vom Verein Neustadter Lehrerinnen und Lehrer gegründet worden. „Dass die Welt sich mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs in diesem Jahr grundlegend verändert würde, wussten die Mitglieder damals noch nicht.“
Bücher seien ein geistiger Partner, mit dem man sich zu jeder Zeit auseinandersetzen könne. „Das Eintauchen in die Welt einer spannenden Lektüre schenkt uns Kraft, Ruhe und Entspannung.“ Auch wenn viel über die Bedrohung des guten alten Buchs durch die wachsende Digitalisierung diskutiert werde, „ich bin mir sicher, dass uns Bücher erhalten bleiben werden“.
Sein besonderer Dank gehe an die Leiterin der Stadtbücherei, Ulrike Schwartz, und ihr Team, die alle mit großem Einsatz und Herzblut dabei seien. „Wir werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten auch in Zukunft alles daran setzen, die notwendigen Rahmenbedingungen für einen attraktiven Büchereibetrieb sicherzustellen“, versprach Löffler.
Neben der Stadtbücherei feierte auch der Verein der „Freunde der Stadtbücherei“ sein 30-jähriges Jubiläum. „Zu einem Geburtstag gehören auch Geschenke, deshalb freue ich mich über unser 122. Mitglied, das gerade eingetreten ist“, berichtete die Vorsitzende, Gisela Pütter, stolz. Der Beitrag koste nur 13 Euro im Jahr. Aber mit ihm könne man Medien anschaffen oder Lesungen organisieren, um die Stadtbücherei bei ihrem bildungspolitischen und kulturellen Auftrag zu unterstützen.
Kulturdezernent Marc Weigel gab in seiner Rede einen historischen Überblick. „Wissen sollte nicht länger in den Bibliotheken der Klöster und Universitäten gebunkert, sondern der aufgrund der Schulpflicht mittlerweile in weiten Teilen alphabetisierten Bevölkerung offen zugänglich gemacht werden.“ Mit der Gründung sei Neustadt an der Weinstraße am Puls der Zeit gewesen. Ursprünglich eingerichtet wurde die Volksbücherei in der Turnhalle der früheren Töchterschule in der Schütt.
Im Juli 1928 wurde der Zuschuss auf 4.000 Reichsmark erhöht, was die Einstellung der ersten hauptamtlichen Leiterin ermöglichte. Während der NS-Zeit zogen 3.467 Bände ins alte Heimatmuseum um, knapp die Hälfte war vorher verbrannt worden. 1957 wurde dann die Hauptstraße 99 eingerichtet, zum ersten Mal mit freiem Zugang zu den Regalen! 1988 ging es in den Klemmhof, wo heute 60.000 Medien zur Verfügung stehen. „90.000 Besuche 2013, davon alleine 15.000 Veranstaltungsbesucher, sprechen eine deutliche Sprache“, so Weigel abschließend.
Als persönlichen Super-Gau, den sie nie wieder erleben wolle, bezeichnete Ulrike Schwartz die Evakuierung des Klemmhofs 2009 wegen Zweifeln an der Standsicherheit. Auch Schwartz hat etwas zu feiern: 25 Jahre Leiterin der Stadtbücherei und seit 38 Jahren mit dabei.
Mehr Infos zu den Angeboten und Veranstaltungen unter www.stadtbuecherei.neustadt.eu. (stadt-nw)

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