Freitag, 09. Dezember 2016

Polizei und BAMF können Flüchtlings-Daten nicht austauschen

20. September 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Schnittstellen passen nicht – Handarbeit ist gefragt.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Bei der Erfassung der Daten von Flüchtlingen gibt es gravierende Schwachstellen. So können Bundespolizei und Länderpolizeien ihre Datensätze nicht mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) elektronisch austauschen, berichtet die „Welt am Sonntag“.

Der Grund: Die IT-Systeme sind zu unterschiedlich, so dass es keine Schnittstellen gibt. Dies bestätigte das Haus von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU).

„Aktuell benutzen die verschiedenen Behörden für die Bearbeitung der Asylverfahren unterschiedliche IT-Systeme“, teilte das Ministerium mit. Das verursache erheblich mehr Arbeit. So müssen Mitarbeiter des BAMF bereits erhobene Daten der Polizei momentan per Hand nochmals neu in die Computer eingeben.

„Die Bundespolizei kann Aufgriffsmeldungen von Flüchtlingen und die Ergebnisse von erkennungsdienstlichen Behandlungen bisher nur per E-Mail an das BAMF übermitteln“, sagte ein hochrangiger Bundespolizist. Die BAMF-Angestellten müssten diese Daten dann in ihr eigenes IT-System übertragen. „Das ist eine unglaubliche Doppelarbeit.“

Das Präsidium der Bundespolizei in Potsdam räumte auf Nachfrage der „Welt am Sonntag“ ebenfalls den Missstand ein: „Warum ein entsprechender Übergang zu den Systemen des BAMF, der eine Kompatibilität sicherstellen würde, bisher nicht geschaffen wurde, ist der Bundespolizei nicht bekannt.“ (dts Nachrichtenagentur)

Zur Startseite

Diesen Artikel empfehlen:

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Schreibe einen Kommentar

Ihr Kommentar wird nach dem Absenden schnellstmöglich überprüft (bitte bleiben Sie sachlich!) und dann innerhalb 24 Stunden freigeschaltet. Wir bitten um etwas Geduld.
Ihr Pfalz-Express-Team

Directory powered by Business Directory Plugin