Berlin – Nach Berichten über nicht bemerkte Passfälschungen bei Flüchtlingen hat eine Überprüfung durch die Bundesregierung ergeben, dass angeblich nur eine einzige aufgedeckte Fälschung zuvor vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nicht erkannt worden sei.
Behörden in Mecklenburg-Vorpommern hatten den Pass als Fälschung identifiziert. „Klagen einzelner Bundesländer über zahlreiche unentdeckte Passfälschungen konnten nicht bestätigt werden“, sagte die Linken-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Jelpke hatte sich in einer parlamentarischen Anfrage nach der Zahl von Pässen erkundigt, die vom BAMF akzeptiert, von Länderbehörden aber als Fälschungen beanstandet wurden. Die Antwort der Bundesregierung enthielt die Angaben zu dem Fall in Mecklenburg-Vorpommern.
Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte im September dem BAMF mangelnde Sorgfalt bei der Passprüfung vorgeworfen.
Der Antwort der Bundesregierung auf die parlamentarische Anfrage zufolge hatten die in Bayern beanstandeten Dokumente dem BAMF aber gar nicht zur Prüfung vorgelegen.
Die Bundesregierung berichtete außerdem, dass das BAMF im Jahr 2016 von bisher insgesamt 230.000 überprüften Dokumenten bei Flüchtlingen 3.600 Dokumente und damit 1,6 Prozent als Fälschungen identifiziert habe.
Nach Angaben des Bundesinnenministeriums zeigt das BAMF gefälschte Pässe bisher nicht standardmäßig den Sicherheitsbehörden an, sondern den zuständigen Ausländerbehörden der Bundesländer.
Nur 40 Prozent der Asylantragsteller legen laut BAMF überhaupt Identifikationsdokumente vor, unter syrischen Flüchtlingen sei der Anteil deutlich höher. Jelpke konterte die bayerische Kritik am BAMF: „Wieder einmal wurde mit Fehlinformationen in unverantwortlicher Weise Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht.“
Ein gefälschter Pass sei zudem nicht automatisch ein Indiz für eine Bedrohung. Die Bundesregierung selbst weise darauf hin, dass Flüchtlinge manchmal ihre Identität verschleiern müssten, um ihr Herkunftsland verlassen zu können. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken



Berlin – Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erstattet nach der Entdeckung von gefälschten Pässen angeblich so gut wie nie Anzeige. ...
Berlin- Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Zahl der Anwerbeversuche von Salafisten bei Flüchtlingen steigen wird. „Perspektivisch ist von einer Zunahme ...
Berlin- Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) überprüft nicht die Mobiltelefone von Asylbewerbern mit ungeklärter Identität. „Es findet keine Durchsuchung der ...
Mainz – Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) soll es gravierende Probleme bei den Einladungen zu Asylanhörungen geben. Das berichtet die ...
Berlin – Zwischen Union und SPD gibt es Streit um die Arbeit des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin ...
Berlin – Für das neue Gesetz gegen Asylbetrug mit Scheinvaterschaften gibt es offenbar keine belastbare Zahlengrundlage. Die Bundesregierung könne auf Nachfrage nicht ...
Nürnberg – Die Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Jutta Cordt, hat im Fall des Bundeswehrsoldaten Franco A., der sich ...
Berlin – Die Bundesregierung schließt ein Verbot der Partei „Die Rechte“ nicht aus. Sie werde „kontinuierlich“ und „intensiv“ auch im Hinblick „auf ...
Berlin – Der Chef des Bundeamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, zieht nach einem Jahr im Amt eine kritische Bilanz. ...
Berlin – Die Anerkennungsquote von Schutzsuchenden aus der Türkei hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. 2016 wurde über 1.837 Asylanträge von ...













